• The Epidemic That Wasn’t; By SUSAN OKIE – Published: January 26, 2009; BALTIMORE — One sister is 14; the other is 9. They are a vibrant pair: the older girl is high-spirited but responsible, a solid student and a devoted helper at home; her sister loves to read and watch cooking shows, and she recently scored well above average on citywide standardized tests.
  • Letters – Addiction and Babies
  • Kinder werden inzwischen schon durch das Wahrnehmen von RaucherInnen bedroht: Kinderhilfswerk fordert Rauchverbot auf Spielplätzen in Berlin – Berlin fördert Jungraucher; Das Land muss das Rauchen auf Spielplätzen verbieten, fordert das Kinderhilfswerk – bislang verstoße Berlin gegen die UN-Kinderrechtskonvention. VON STEFAN ALBERTI; 05.02.2009
  • Griechenland – Kein blauer Dunst mehr in der Vouli; VON GERD HÖHLER; Athen. Die Vouli, das griechische Parlamentsgebäude am Athener Syntagmaplatz, wird bald in neuem Glanz erstrahlen: Nach einer Sanierung des Gebäudes, das zwischen 1836 und 1843 nach Plänen des bayerischen Architekten Friedrich von Gärtner als Königsschloss erbaut wurde, legen jetzt die Maler im Plenarsaal und den Wandelgängen letzte Hand an. Sie überpinseln dabei auch jenen Grauschleier, der sich über Jahrzehnte an Wänden und Decken abgelagert hatte: die Spuren des Tabakqualms der Volksvertreter.
  • Antiraucher-Lobby beeinflusst EU-Parlament – In der rauchfreien Zone; Auf den allerletzten Drücker hat das Europäische Parlament eine Konferenz verboten, auf der sich Betroffene und Wissenschaftler kritisch mit dem Rauchverbot auseinandersetzen. VON DANIELA WEINGÄRTNER 29.01.2009
  • Kalifornische Stadt verbietet Rauchen in Wohnungen – Bisher striktestes Nichtrauchergesetz der USA; Raucher sind in den USA zunehmend auf verlorenem Posten. Um Passivraucher noch besser vor den schädlichen Folgen des Nikotinkonsums zu schützen, darf im kalifornischen Belmont neu auch in Mehrfamilienhäusern nicht mehr geraucht werden. Verstösse werden mit einer Geldbusse geahndet. Eine Mehrheit begrüsst das neue Gesetz; snu. Belmont, 4. Februar
  • Belmont Journal – Smoking Ban Hits Home. Truly; By JESSE McKINLEY Published: January 26, 2009; BELMONT, Calif. — During her 50 years of smoking, Edith Frederickson says, she has lit up in restaurants and bars, airplanes and trains, and indoors and out, all as part of a two-pack-a-day habit that she regrets not a bit. But as of two weeks ago, Ms. Frederickson can no longer smoke in the one place she loves the most: her home.
  • Die 100 Anzeigen des Herrn X; Ein Wiener ist für beinahe die Hälfte aller Rauchanzeigen in der Hauptstadt verantwortlich; 05. Februar 2009
  • Cannabis just got more serious; Drug moved back into class B as home secretary worries about strong ’skunk‘ on the streets – but is it a backwards step?; Posted by Angela Balakrishnan Monday 26 January 2009 14.44 GMT
  • Cannabis confusion; The government’s reclassification of cannabis is illogical and unworkable. But it may yet have positive results; Sue Blackmore; guardian.co.uk, Tuesday 27 January 2009 08.00 GMT
  • Parliamentary delays mean cannabis users will not face fines; Order to make cannabis use an offence punishable with a penalty notice and fine after drug’s reclassification to class B not due to be debated until Wednesday; guardian.co.uk, Friday 23 January 2009 16.25 GMT
  • Tougher Border Can’t Stop Mexican Marijuana Cartels; By SOLOMON MOORE; Published: February 1, 2009; TUCSON — Drug smugglers parked a car transport trailer against the Mexican side of the border one day in December, dropped a ramp over the security fence, and drove two pickup trucks filled with marijuana onto Arizona soil.
  • Hier einige frische Zeitungsartikel zum Thema Drogenpolitik, der Bericht aus der Süddeutschen erinnert mich daran einen Artikel zum Thema „Warum der durchschnittliche Alkoholkonsum einer Bevölkerung viel und gleichzeitig so gut wie nichts aussagt“:

  • Mexiko mutiert zum Drogenstaat – Santiago Meza López soll 300 Leichen in Säure aufgelöst haben soll – Die Drogenbosse haben das Land längst im Griff; 25. Jänner 2009, Der Standard 19:12; Mit der Verhaftung von Santiago Meza López, der 300 Leichen in Säure aufgelöst haben soll, hat Mexikos Polizei am Wochenende ein besonders grauenhaftes Kapitel im Krieg der Drogenbosse aufgedeckt. Doch die haben das Land längst selbst im Griff.
  • „Salvia ist keine Eskapisten-Droge“; Telepolis; Jörg Auf dem Hövel 25.01.2009; Interview mit Daniel Siebert, dem führenden Experten für die in Deutschland seit einem Jahr verbotene Pflanzendroge „Salvia divinorum“
  • Deutsche trinken zu viel; 20.01.2009 Süddeutsche; Zehn Liter reinen Alkohols trinkt der Deutsche pro Kopf, dazu raucht er 1111 Zigaretten – zu viel, sagen Suchtexperten.
  • Higher Alcohol Taxes, Less Drinking; By ERIC NAGOURNEY; Published: January 19, 2009
  • Tabakpolitik: Anti-Smoking Advocate Is Named to Health – WASHINGTON — President-elect Barack Obama said Tuesday that he had chosen the head of a leading anti-tobacco organization to be the No. 2 official at the Department of Health and Human Services.; Post By ROBERT PEAR; New York Times; Published: January 13, 2009 und Obama’s Drug Czar? Monday, November 24, 2008


    Drogenzar:
    You have an opportunity right now to influence one of the most important choices President-elect Obama will make. The media is reporting that he is considering nominating Republican Congressman James Ramstad (MN/3rd) to be his “drug czar”. It’s easy to understand why. Rep. Ramstad is in recovery from substance abuse (alcohol) and has a long track record in support of increasing access to drug treatment. Ramstad, however, is still mostly wedded to the failed punitive drug war policies of the last 30 thirty years. […] Den Rest lesen

    Balance zwischen Bevormundung und Laissez-Faire

    Der Konsum verschiedenster psychotroper Substanzen (psyché – gr. Seele, tropos – gr. Richtung: ein die Seele weisendes Mittel) ist seit jeher Bestandteil der menschlichen Kultur und reicht von dem schon in Urzeiten konsumierten Fliegenpilz bis zur neuen „Modedroge“ Spice. Der Umgang der Politik mit Drogen ist vielfältig: Alkohol ist eine der Drogen, die legal verkauft und sogar beworben werden dürfen, bei Cannabis wiederum ist Verkauf und Besitz illegal und wird mehr oder weniger stark verfolgt und der Fliegenpilz steht weiterhin friedlich und legal im Wald. Die Gründe für diese unterschiedlichen Regelungen sind vielfältigst, meist schwer nachvollziehbar und häufig ideologischen Ursprungs.

    Der Umgang mit den meisten psychotropen Substanzen ist paternalistisch-konservativ geprägt. Der väterliche Staat verbietet jeden Umgang mit Betäubungsmitteln und lässt autoritäre Strenge und Bevormundung walten, um sein Volk zur Enthaltsamkeit zu erziehen. Wer trotzdem Drogen konsumiert, hat mit einer verhältnismäßig harten Bestrafung zu rechnen. Wer Probleme aufgrund seines Drogenkonsums hat, erhält nicht die gleiche Hilfe wie jemand, der ein soziales oder gesundheitliches Problem hat. Hilfe gibt es nur unter strenger Obhut, wer sie in Anspruch nehmen möchte hat sich staatlichen Vorgaben zu unterwerfen. Die staatlich verordnete Abstinenzkultur verhindert allerdings weder den Drogenkonsum, noch die Probleme damit und steht gleichzeitig einer vernünftigen Drogenaufklärung und Hilfe im Weg.

    Ein weiterer Weg ist der neoliberal-gleichgültige Politikansatz, deren VertreterInnen unter DrogenpolitikerInnen auch „Supermarkt-Fraktion“ genannt werden. Diese sehen den Menschen als vollständig frei in seinem Handeln an und machen ihn selbst allein verantwortlich, der Staat hat sich in keiner Weise einzumischen. Drogen sind hier ein Verkaufsgut wie jedes andere, das aktiv beworben und uneingeschränkt verkauft werden darf. Drogenprobleme seien Privatsache, der Staat interveniere nur bei Fremdschädigungen, durch Strafen oder Kompensationszahlungen – wie es heute schon mit höheren Krankenkassenbeiträgen für RaucherInnen diskutiert wird.

    Wir als GRÜNE JUGEND fordern eine aktive Drogenpolitik, die zwischen persönlicher Freiheit und Verantwortung für sich und andere abwägt sowie einen emanzipatorisch-aufgeklärten Umgang mit Drogen. Der Staat überlässt seinen BürgerInnen das Recht, selbst über ihr Verhalten zu entscheiden, wobei er die möglichen Optionen aktiv mitgestaltet. Ein regulierter Drogenmarkt gibt jedem Erwachsenen die Möglichkeit, qualitativ gute Drogen legal in Drogenfachgeschäften (Siehe auch: www.drogenfachgeschaeft.de) zu kaufen. Gleichzeitig werden zu Lasten der Freiheit des Marktes Verfügbarkeit, Werbung und Preis kontrolliert sowie Jugend- und VerbraucherInnenschutz konsequent durchgesetzt. Anstelle von Prävention mit dem Ziel Abstinenz wird der/die KonsumentIn durch neutrale Informations- und Beratungsangebote unterstützt selbstständig zu handeln und hierdurch selbst in die Lage zu versetzen negative Auswirkungen von Drogen zu mindern. Maßnahmen zur Förderung der Drogenmündigkeit finden ohne Zwang, sondern auf freiwilliger sowie in der Schule obligatorischer Basis, vergleichbar mit dem Stellenwert von Sexualaufklärung, statt. Es findet keine Individualisierung der Kosten durch Drogenschäden statt, sie werden durch eine Drogensteuer von allen KonsumentInnen getragen. In der Drogenhilfe stehen die individuellen Bedürfnisse der/des PatientIn im Mittelpunkt und ob eine bestimmte Maßnahme angeboten wird, wird nach medizinischen, nicht nach politischen Maßstäben entschieden. Die Frage, welche Arten von Drogenkonsum akzeptabel sind und wo der Missbrauch beginnt, kann nur eine gesamtgesellschaftlich geführte Diskussion beantworten. Für die Durchsetzung grundlegender Regeln eines angemessenen Drogenkonsums ist eine soziale Kontrolle, basierend auf einem breiten gesellschaftlichen Konsens, weitaus effektiver als das Strafgesetzbuch.

    Zum Weiterlesen: Un-Abhängig leben – Positionspapier der grünen Bundestagsfraktion

    Maximlian Plenert (26) schreibt derzeit seine Physikdiplomarbeit und danach vielleicht ein Buch über Drogenfachgeschäfte

    Zuerst erschienen in SPUNK Ausgabe 55 im Jahr 2008

    In Debatten über Drogenpolitik (aber auch anderen Themen) – besonders beim Thema Tabakpolitik – kommt häufig das Argument Drogen seien schlecht weil sie ungesund sind. Natürlich ist die Gesundheit der Bürgerinnen zu schützen ein wichtiges Anliegen der Politik, fragwürdig wird es allerdings wenn der Gesundheitsschutz zum Totschlagargument wird und andere Werte völlig ausblendet. Gefährlich wird dann wenn der Staat sich anmasst für alle seine Bürger den gesündesten Weg als alleinige Option festzuschreiben, das Ergebnis sind beispielsweise die Drogenprohibition und schlechte Gesetze zum Schutz vor Passivrauchen.

    Im Positionspapier des Bundesnetzwerk Drogenpolitik bei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zu den Themen Tabakpolitik und Passivrauchen schrieb ich hierzu: „Im Bereich Schutz vor Passivrauchen sind Verbesserungen notwendig, diese müssen aber verhältnismäßig sein. Die Maßnahmen müssen geeignet sein, das Ziel des Nichtraucherinnenschutzes zu erreichen, aber auch gleichzeitig erforderlich und angemessen. Somit ist immer abzuwägen, ob ein totales Verbot erforderlich ist oder ob weniger einschränkende Maßnahmen technischer oder organisatorischer Art im konkreten Einzelfall ausreichen.“

    Hier noch zwei Artikel zu diesem Thema:
    Chefarzt kritisiert „Gesundheitsreligion“; Frankfurter Rundschau; 23.12.2008 und Gesundheit über alles; Ein Kommentar von Gerd Held; Die Welt; 31. Juli 2008

    Die Drogenpolitik der deutschen Bundesregierung – nationale Herausforderung und internationale Zusammenarbeit – Gefunden auf gtz.de; Autorin Marion Caspers-Merk; Ehemailige Drogenbeauftragte der Bundesregierung im Bundesministerium für Gesundheit; 07/03/02

    Lange wurde gerätselt was es mit Spice wohl auf sich hat. Klarheit brachte die Analyse im Auftrag des Drogenreferat Frankfurt, vorgestellt am am 11.12.2008. Spice – nur eine Kräutermischung?
    Die Frankfurter Rundschau berichtete am 15.12.2008 unter dem Titel Gefährlicher Kick mit „Spice“ und Steffen Geyer neutraler unter „Spice enthält chemische Substanz JWH-018„.

    Was gefunden wurde ist JWH-018, ein Aminoalkylindol-Derivat mit cannabinoidmimetischer Wirkung und ein Cannabinoid-Rezeptor CB1/CB2 Agonist, kurz synthetisches Cannabinoid.

    In Österreich gab das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG)/AGES PharmMed bekannt das Spice ab sofort als Arzneimittel eingestuft wurde, der normale Verkauf in Headshops ist damit verboten. der standart schreibt am 18. Dezember 2008 „Kräutermischung „Spice„: Gesundheitsministerium stoppt Handel – Substanz soll viermal stärker wirken als der natürliche Cannabis-Wirkstoff THC – Head- und Smartshops werden von Wirtschaftskammer über Maßnahme informiert“

    Die Bundesregierung plant kein schnelles Verbot der neuen Modedroge Spice – wobei diese Aussage am 26. November 2008 also vor den Analyseergebnissen getroffen wurde. Die Österreich habe zu diesem Zeitpunkt die Einstufung als Arzneimittel schon vorbereitet, in der Schweiz ist Spice bereits seit Ende 2007 verboten.

    Die eigentliche Analyse findet sich hier (PDF). Diese wird bei Steffen Geyer und von Joachim Eul vom Institut für empirische und interdisziplinäre Drogenforschung besprochen. Die bisher besten Informationen fand ich bei Pierre Markuse, der sich auch mit John W. Huffman Kontakt aufnahm, dem Autor der einzigen wissenschaftlichen Veröffentlichung zu JWH-018 (John W. Huffman et al. (2005): 1-Pentyl-3-phenylacetylindoles, a new class of cannabimimetic indoles. In: Bioorg. Med. Chem. Lett. 15(18):4110-4113. PMID 16005223 doi:10.1016/j.bmcl.2005.06.008)

    Die Zeit meint: „Was die Londoner Firma Psyche Deli mit ihrer vermeintlichen »Biodroge« Spice angerichtet hat, ist, mit Verlaub, eine Schweinerei – das steht spätestens fest, seit eine Frankfurter Pharmafirma in mehreren Proben ein synthetisches Cannabinoid nachweisen konnte.“ und weist darauf hin, dass wir vermutlich vor einer Entwicklung wie bei den Amphetamine-Designerdrogen stehen: „Nicht deklarierte synthetische Cannabinoide gibt es genug: Das Spiel kann bald von vorn beginnen.“ Was der Schöpfer von JWH-018 auch indirekt bestätigt: „I would note that we have made over 100 cannabimimetic indoles in the last 15 years and JWH-018 is just one of them.“

    Politisch kann mensch sich da nur noch dem deutschen Hanfverband anschließen: Spice – Betrügerischer Kräutermix ist Beleg falscher Drogenpolitik

    Um zu zeigen wie steinzeitlich Drogenaufklärung derzeit abläuft, schreibe demnächst etwas dazu wie sähe Sexualaufklärung aus, wenn sie so progressiv wäre wie heutige Drogenaufklärung. Bis dahin erstmal ein bisschen was zum Schmunzeln über die Situation in den USA.
    Wissenschaftler fürchten Palins Energiepolitik: „Enthaltsamkeit statt Aufklärung
    Auf Staunen, mitunter auch ungläubiges Entsetzen stieß unter Wissenschaftlern, dass McCain mit Sarah Palin eine Vize-Kandidatin auserkoren hat, die sich im Biologieunterricht an staatlichen Schulen die biblische Schöpfungslehre wünscht. Teenager möchte sie im Klassenraum nicht sexuell aufklären, sondern zur Enthaltsamkeit bringen lassen – obwohl das erwiesenermaßen nicht funktioniert.
    Unter Bush liefs so: Sex, Lügen und schwangere Teenies: Kondome schützen nicht vor Aids, Berührungen lösen Schwangerschaften aus, Schweiß und Tränen übertragen HIV: Der christlichen Rechten ist kein Argument zu peinlich, um Teenagern den Appetit auf Sex zu verderben. Nur die Teenager spielen nicht mit.

    Deutschland (hier: BRD ohne Bayern) war hier schon 1987 unter der „Geistig-moralische Wende“ Regierung Kohls im Zusammenhang mit AIDS viel weiter: „Treue oder Kondom oder Abstinenz“

    Hier noch ein SpON Artikel allgemein zum Thema: „Vor Missbrauch schützen“ – Der Schweizer Kinderpsychologe Allan Guggenbühl über Aufklärungsunterricht und Prüderie