Share on Google+0Tweet about this on TwitterShare on Facebook0Share on LinkedIn3Email this to someonePrint this page

Hier zwei Ausschnitte von der öffentlichen Anhörung zu „Cannabis als hochwertiges Arzneimittel“ des Ausschusses für Gesundheit am Mittwoch, 21. September 2016.

Die CDU/CSU Fraktion fragte zu Beginn der Anhörung nach Indikationen bei welchen der Einsatz von Cannabis als Medizin in Frage kommt. Die Frage richtete sich an die Sachverständigen:

  • Prof. Dr. Kirsten R. Müller-Vahl, Medizinische Hochschule Hannover, Internationale Arbeitsgemeinschaft für Cannabinoidmedikamente, Tourette-Gesellschaft Deutschland
  • Dr. Franjo Grotenhermen, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin (ACM), Geschäftsführer der International Association for Cannabinoid Medicines (IACM)


Weiterlesen

Share on Google+0Tweet about this on TwitterShare on Facebook0Share on LinkedIn5Email this to someonePrint this page
Besser kiffen mit einem Vaporizer DaVinci
Besser kiffen mit einem Vaporizer DaVinci

Zusammenfassung

Chronische Schmerzen gehören neben Spastiken zu den am Besten erforschten Einsatzgebieten von Cannabis als Medizin in seinen unterschiedlichen Darmeichformen und Applikationsmöglichkeiten. Insbesondere bei der Behandlung neuropathische Schmerzen ist der Bedarf an besseren Therapiemöglichkeiten groß. Die meisten Patienten bevorzugen das Rauchen und das Inhalieren von Cannabis unterschiedlichster Qualität. Das macht aber Vergleichbarkeit im Rahmen klinischer Studie kaum möglich.

In einer Studie in Israel wurde der Einsatz von Cannabis unter standardisierten Bedingungen mithilfe eines Verdampfers bei Schmerzpatienten untersucht. Das Ergebnis zeigt dass damit eine standardisierte Anwendung von Cannabis möglich ist. Die von Patienten bevorzugten Konsumform des Vaporisieren bietet auch weitere Vorteile bietet. Weiterlesen

Share on Google+0Tweet about this on TwitterShare on Facebook0Share on LinkedIn4Email this to someonePrint this page

Ich habe ein Programm geschrieben das mir alle Neuigkeiten zu den Themen Drogen und Drogenpolitik aus dem Dokumentations- und Informationssystem für Parlamentarische Vorgänge des Bundestages schickt. Hier der aktuelle Stand, der eigentlich alle Vorgänge in dieser Legislaturperiode enthalten sollte. Falls etwas fehlt, bitte melden. Die Liste beinhaltet auch Treffer, die nur am Rande mit dem Thema zu tun haben. Hier die Liste meiner Suchwörter:

Alkoholkonsum, betäubungsmittel, Betäubungsmittelgesetz, Betäubungsmittelrecht, Betäubungsmittelrechts, btmg, cannabinoid, cannabidiol, Cannabis, Cannabiskontrollgesetzes, CannKG, Crystal, diamorphin, Droge, Drogen, drogenbeauftragte, drogenbericht, Drogenhandel, Drogenkonsum, Drogenabhängigkeit, drogenkonsumraum, drogenkonsumräume, Drogenkriminalität, Drogenpolitik, Drogentest, Drogentests, dronabinol, ebdd, incb, methadon, psychoaktive, rauschgift, sativex, Suchtbereich, suchtbericht, Substitutionstherapie, Suchttherapie, suchthilfe, suchtrat, ungass, Drogenbeauftragter, Zigarette, Opiumanbau, Mohnpflanze

Weiterlesen

Share on Google+0Tweet about this on TwitterShare on Facebook238Share on LinkedIn7Email this to someonePrint this page

Einzelsachverständiger Maximilian Plenert (Akzept e.V.) sowie Selbsthilfenetzwerk Cannabis als Medizin

Stellungnahme

Zum Gesetzentwurf der Bundesregierung „Entwurf eines Gesetzes zur Änderung betäubungsmittelrechtlicher und anderer Vorschriften“ BT-Drucksache 18/8965 sowie

Antrag der Fraktion DIE LINKE. „Zugang zu Cannabis als Medizin umfassend gewährleisten“ BT-Drucksache 18/6361

Sehr geehrter Herr Vorsitzender,

sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete,

zu den Anträgen zum Thema Cannabis als Medizin im Rahmen der Anhörung des Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages am 21. September 2016 nehme ich und das Selbsthilfenetzwerk Cannabis als Medizin hiermit gerne Stellung. Weiterlesen

Share on Google+0Tweet about this on TwitterShare on Facebook0Share on LinkedIn7Email this to someonePrint this page
Drogenpolitik: Süchtig nach Verboten?
Drogenpolitik: Süchtig nach Verboten?

von Maximilian Plenert

Zuerst erschienen im Hanfjournal, Sonntag, 25. Oktober 2015

In keiner Debatte um die Legalisierung von Cannabis fehlt das Argument der Prohibitionisten: „Aber kiffen macht Psychosen!“. Das ist zuallererst eine brutale Verkürzung, denn der Zusammenhang zwischen Psychosen und Cannabis ist überaus komplex. Ursache und Wirkung sind hier nur schwerlich auseinander zu halten. Viele Studien hierzu können alleine aufgrund ihres Aufbaus Korrelationen belegen, aber eben keinerlei kausale Zusammenhänge. Leider werden dann gerade in der Medienberichterstattung diese Einschränkungen nicht erwähnt, in der politischen Debatte erst recht nicht. Andere Studien deuten auf eine gemeinsame genetische Basis hin: Wer eine Veranlagung zu Schizophrenie hat, nimm auch eher Cannabis. Soweit ich die Studienlage überblicke gibt es einen gewissen Einfluss von Cannabis auf Psychosen und das Verhältnis von THC- und CBD-Gehalt spielt hier vermutlich eine Rolle. Aktuell kam zudem eine Studie heraus, die auch Tabak mit Psychosen in Verbindung gebracht hat. Wenn sich dieser Zusammenhang bestätigt, wird man auch einige Cannabisstudien hierzu neu bewerten müssen. Weiterlesen

Share on Google+0Tweet about this on TwitterShare on Facebook0Share on LinkedIn3Email this to someonePrint this page
Die Cannabisagentur ist im Haushalt eingeplant
Die Cannabisagentur ist im Haushalt eingeplant

Das kommende Gesetz zu Cannabis als Medizin sieht die Gründung einer Cannabisagentur. Der Antrag ist noch im parlamentarischen Verfahren. Im Entwurf für den Bundeshaushalt 2017 wird das Gesetz als beschlossen angesehen.

Im Haushalt für das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte sind unter dem Haushalttitel 129 02 – 314 Einnahmen aus der Cannabis-Agentur erwähnt. Ein Betrag fehlt mit dem Hinweis:

Mehreinnahmen sind wegen § 19 Abs. 2a Betäubungsmittelgesetz zweckgebunden. Sie dienen nur zur Leistung der Mehrausgaben bei folgenden Titeln: Tgr. 03.

Den §19 Abs. 2a BtMG gibt es heute noch nicht und er soll mit dem Cannabisgesetz beschlossen werden.

Im Stellenplan sind folgende neuen Personalstellen explizit vorgesehen: E9b, E15 und E13

Share on Google+0Tweet about this on TwitterShare on Facebook0Share on LinkedIn0Email this to someonePrint this page

Dieser Artikel ist Teil einer provisorischen Leitlinie zum Einsatz von Cannabis als Medizin.

HIV und AIDS

Geschichte von Cannabis als Medizin bei HIV / AIDS

In den USA ist HIV/AIDS eine der wichtigsten Diagnosen beim Einsatz von Cannabis als Medizin. Zahlreiche Positivlisten mit Diagnosen für den Einsatz von Cannabis in den einzelnen US-Bundesstaaten nennen HIV/AIDS.

Historisch gibt es einen engen Zusammenhang zwischen HIV/AIDS, Schwulenbewegung und der Legalisierung von Cannabis als Medizin in den USA. Die wegweisende Proposition 215 in Kalifornien geht auf den Aktivisten Dennis Peron zurück, dessen Partner an den Folgen von AIDS starb und der Cannabis als Medizin nutzte. Präsident Ronald Reagan erklärte nicht nur 1982 den War on Drugs, er ignorierte die aufkommende AIDS Epidemie als Krankheit der Homosexuellen und diffamierte die Betroffenen.

Cannabis wurde insbesondere gegen das Wasting-Syndrom (Gewichtsabnahme von über 10% des Körpergewichtes) als eine der primären Todesursachen bei Menschen mit AIDS eingesetzt. Verursacht wird das Wasting durch die krankheits-bedingte Einflüsse wie Inappetenz (Appetitlosigkeit, Anorexie), Mundsoor (Überwucherung der Mundhöhle mit Pilzen) und Durchfall.

Nicht verwechseln: Die sog. „Magersucht“ (Anorexia nervosa) ist eine psychisch bedingte Sonderform der Anorexie und wird manchmal fälschlich verkürzend als „Anorexie“ bezeichnet.

Das erste HIV-Therapeutikum Azidothymidin (kurz AZT, auch Zidovudin), welches 1987 zugelassen wurde verursacht fatalerweise Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit und Bauchschmerzen, insbesondere in den damals eingesetzten sehr hohen Dosierungen. Üblich waren 400 mg alle vier Stunden rund um die Uhr, heute werden in der Regel 600 mg pro Tag gegeben. Durch die Dauergabe waren auch die Nebenwirkungen rund um die Uhr spürbar, was die Abmagerung weiter vorantrieb. Cannabis half gegen die Bauchschmerzen und der oft als „witziges“ Kiffer-Klischee strapazierte „Fressflash“ wirkte für die Betroffenen lebensrettend. Die Droge war illegal, die US-Bundesregierung war kaum gewillt oder in der Lage Abhilfe zu schaffen. Es wurde hier primär auf Dronabinol oral gesetzt, während die Patienten gerauchte Cannabisblüten bevorzugten.

Aufgrund der Entdeckung von Cannabis durch die Betroffenen selbst und die Illegalität, die auch in Kalifornien 1996 nur auf Ebene des Bundesstaates und nicht auf der nationaler Ebene endete, ging die medizinische Nutzung von Cannabis nicht mit einer klinischen Erforschung einher.

Weiterlesen: Medical Marijuana and the AIDS Crisis von Clinton A. Werner Weiterlesen

Share on Google+0Tweet about this on TwitterShare on Facebook0Share on LinkedIn3Email this to someonePrint this page

Im November gibt es für interessierte Ärzte gleich zwei Möglichkeiten Fortbildungspunkte im Bereich Cannabis als Medizin zu sammeln.

Das Immanuel Krankenhaus Berlin bietet einen „Fachvortrag: Cannabis und Cannabinoide in der Medizin“. Referent in der zugeschaltete Experte in diesem Gebiet, Dr. Franjo Grotenhermen. Für 100 € Gebühr können 5 CME Punkte erworben werden.

Am 3. und 4. November 2016 findet in Berlin zudem der 11. akzept Kongress statt. Am Donnerstag findet dort eine zertifizierte Weiterbildung für Ärzte zu Cannabis als Medizin statt.

Donnerstag 03.11.2016; 14:15 – 15:30

Cannabis als Medizin nach der Gesetzesänderung

► Information für Ärzte (als Weiterbildung zertifizieren), Dr. Eva Milz, Berlin
► Information für Patienten – Fragen des Anbaus – Stand der Dinge, Maximilian Plenert

Share on Google+0Tweet about this on TwitterShare on Facebook0Share on LinkedIn5Email this to someonePrint this page
Cannabis ist kein Wundermittel, sondern ein eher schwaches aber vielfältig wirksames Medikament mit wenig Nebenwirkungen
Cannabis ist ein eher schwaches aber vielfältig wirksames Medikament mit wenig Nebenwirkungen

Ich habe in letzter Zeit bei Vorträgen und Diskussionen einige Ad-Hoc-Thesen zu Cannabis als Medizin formuliert.

Hier die Thesen und darunter eine Erläuterung was damit gemeint ist.

1. Wir dürfen nicht auf weitere Studien warten

2. Cannabis ist kein Wundermittel, sondern ein eher schwaches aber vielfältig wirksames Medikament mit wenig Nebenwirkungen

3. Die Rechtslage ist weiter als die Köpfe

4. Cannabis passt nicht zu unserem Gesundheitssystem und ist aus den gleichen Gründen besonders wertvoll

5. Die Wünsche der Patienten müssen in den Mittelpunkt Weiterlesen

Share on Google+0Tweet about this on TwitterShare on Facebook102Share on LinkedIn11Email this to someonePrint this page
Cannabis mit viel Cannabidiol wie von Medropharm Medical Cannabis - Richtige und wichtige Medizin!
Cannabis mit viel Cannabidiol wie von Medropharm Medical Cannabis – Richtige und wichtige Medizin!

Der Abgeordnete Dr. Harald Terpe (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) hat im Deutschen Bundestag eine Frage zum rechtlichen Status von Cannabidiol gestellt. Hintergrund der Frage: CBD soll verschreibungspflichtig werden. Hier die Frage sowie die Antwort der Bundesregierung.

Quelle: Deutscher Bundestag Drucksache 18/8659; 18. Wahlperiode 03.06.2016; Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 30. Mai 2016 eingegangenen Antworten der Bundesregierung

47. Abgeordneter Dr. Harald Terpe (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN)

Unter welchen rechtlichen Rahmenbedingungen und unter Berücksichtigung der Empfehlung des Sachverständigenausschusses für Verschreibungspflicht nach § 53 Absatz 2 des Arzneimittelgesetzes (AMG) vom 19. Januar 2016, dass Cannabidiol der Verschreibungspflicht nach § 48 AMG unterstellt werden soll, darf Cannabidiol (CBD), beispielsweise in den Formen 10-prozentiges CBDExtrakt zur Herstellung von Kosmetika, 1-prozentiger CBD-Anteil in Hanfsamenöl (als Körperöl), CBD als natürlicher Bestandteil von Nutzhanfblütentee und anderen Nutzhanfprodukten, die zum Verzehr bestimmt sind, Hanfsamenöl (oder anderen Lebensmitteln) mit zugesetztem 0,5-prozentigem CBD sowie lose Nutzhanfblüten mit 1,5-prozentigem CBD-Anteil aktuell in Deutschland vertrieben werden, und welche Grenzwerte werden für CBD im Vergleich zu Tetrahydrocannabinol (THC) in Lebensmitteln und Kosmetika erlassen?

Antwort der Parlamentarischen Staatssekretärin Dr. Maria Flachsbarth vom 2. Juni 2016 Weiterlesen