Ergebnisse der Untersuchungen „From Cultivar zu Chemovar II“ von Hazekamp:

Terpene und Cannabinoide, die signifikant häufiger in Indica als in Sativa zu finden sind:

Myrcene
Beta-phellandrene/R-Limonene
(-)-Linalool
Beta-fenchol
Cis-sabinene hydrate
Alpha-terpineol
Aromadendrene
Gamma-elemene
Guaiol
Gamma-eudesmol
Beta-eudesmol
Alpha-bisabolol

Terpene und Cannabinoide, die signifikant häufiger in Sativa als in Indica zu finden sind:

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Endlich: Cannabis auf Rezept

Ergebnisse aus der Veröffentlichung „Cannabinoids and Terpenes as Chemotaxonomic Markers in Cannabis“

Genaue Quelle: Elzinga, S., Fischedick, J., Podkolinski, R., & Raber, J. C. (2015). Cannabinoids and terpenes as chemotaxonomic markers in cannabis. Nat. Prod. Chem. Res, 3(181), 10-4172.

Beschreibung

Der Datensatz beinhaltete 494 Proben von Cannabisblüten.

Herkunft der Proben: California medicinal marijuana patients, beginning of 2012 to the end of 2013

Die Daten wurden mit der Methode principal component analysis (PCA) untersucht. Zudem wurden eine PCA mit Sorten die als Indica oder als Sativa bezeichnet wurden durchgeführt sowie mit Sorten die als OG oder als Kush bezeichent wurden. Zudem wurden der THC und CBD Gehalt diskutiert und Konzentrate analysiert. Dies wird hier nicht weiter ausgeführt.
Die Zuordnung in Indica und Sativa erfolgte über Informationen der Website Leafly. Es wurden 13 Indica-Sorten, 5 Sativa-Sorten und 14 Hybride-Sorten gefunden, 3 Sorten wurden nicht auf Leafly gefunden. 11 Strain wurden der OG Gruppe zugerechnet und 5 der Kush Gruppe. Die Proben erhielten die Forscher von Patienten aus Kaliforniern.
Der Datensatz enthielt 494 Proben mit 35 unterschiedlichen Sorten. Von jeder Sorte gibt es mindestens 8 Proben. Der Datensatz selbst ist leider nicht veröffentlicht worden.

Erwähnte Kenntnisse

Fischdiek: Higher levels of cannabinoids correlated positively to higher levels in terpenoids (R 2 =0.7688).
Casano:
The ‘mostly indica’ strains were characterized by dominancy of β-myrcene with limonene or α-pinene as the second most abundant terpenes.
The ‘mostly sativa’ strains were characterized by more complex terpene profiles, with
some strains having α-terpinolene or α-pinene as dominant, and
some strains having β-myrcene as dominant with α-terpinolene or trans-β-ocimene as second most abundant terpens.

Allgemeine Ergebnisse:

Die meisten Sorten befanden sich bezüglich ihrer Zusammensetzung in einem Kontinuum. In mehreren Schritten wurden die Daten feiner analysiert und einzelne separable Chemotypen identifiziert. Weiterlesen

  • Cannabinerg
  • Infloreszenz, Blütenstand, englisch: Inflorescence, Botanik
  • Odor – spezifischer Geruch, Duft, englisch: positiv Scent (Duft), negativ smell (Geruch)
  • Geschmack – Flavor
  • Flavour (Sensorik) – Sensorischer Gesamteindruck

Das Anti-Terror-Kommissariat 541 des Landeskriminalamtes (LKA) meldete schon 2015 dass sie total überlastet sind. Das Ergebnis bekam Berlin 2016 zu spüren. Was machten die politisch Verantwortlichen im Senat – alle CDU – in dieser Zeit? Hundertschaften im Görli verheizen und dank Null Toleranz Verordnung noch mehr sinnlose Anzeigen produzieren um die Staatsanwaltschaft und Gerichte noch weiter zu überlasten.

CDU und Prohibition kann Menschen in ihrer Umgebung erhebliche Schäden zufügen!

Weiterlesen in der Morgenpost:

Anti-Terror-Kommissariat vor Amri-Anschlag total überlastet
Das Kommissariat für den Fall des Breitscheidplatz-Attentäters klagte früh über fehlende Mitarbeiter. Es änderte sich fast nichts.

Weiterlesen…

1975

Entkriminalisierung in Colorado

1996

Gründung von THC-Pharm

1998

Umstufung von Dronabinol in Anlage III BtMG

2000

7. November: Erfolgreiche Abstimmung über Amendment 64 (Cannabis als Medizin)

  • Einschränkung der Diagnosen: cachexia; cancer; chronic pain; chronic nervous system disorders; epilepsy and other disorders characterized by seizures; glaucoma; HIV or AIDS; multiple sclerosis and other disorders characterized by muscle spasticity; and nausea
  • Eigenanbau von 6 Pflanzen; Arzt kann mehr erlauben

2010

Erster Vertrieb von CBD in deutschen Apotheken

2012

6. November: Erfolgreiche Abstimmung über Colorado Amendment 64

  • Eigenanbau von 6 Pflanzen

2014

August: Übernahme von THC-Pharm durch Bionorica

 

Quellen: Wikipedia, THC-Pharm

Da denkt man sich nichts böses, blättert auf der Website des Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) in der Stoffliste des Bundes und der Bundesländer für die Kategorie „Pflanzen und Pflanzenteile“ und schlägt die Einstufung von Hanfsamen nach. Diese sind gelistet als Lebensmittel und in der Unterliste B. Dies sind „Stoffe, für die eine Beschränkung bei der Verwendung in Lebensmitteln empfohlen wird.“

Die Anmerkungen lesen sich erst ganz okay, sie enden aber mit einer Einstufung von Hanfsamen als giftig bis schwach giftig.

Cannabis sativa sowie das darin enthaltene Cannabinoid 9-Tetrahydrocannabinol (THC) unterliegen den Regelungen des BtMG. Gemäß Anlage I zu §1 Abs. 1 des BtMG sind die Samen von C. sativa hiervon ausgenommen, sofern sie nicht zum unerlaubten Anbau bestimmt sind. Eine Verarbeitung in der Lebensmittel-Herstellung sowie der Vertrieb von Erzeugnissen, die unter Verwendung von Cannabis-Samen hergestellt wurden, sind somit aus betäubungsmittelrechtlicher Sicht zulässig. Schwach giftig III (Wink/Wyk), giftig C (Roth/Daunderer)

Diese kritischen Inhaltsstoffe „Cannabinoide (z. B. THC)“ sollen folgende Risiken mit sich bringen:

euphorisierende, halluzinogene Aktivität, Aphrodisiakum, bei Überdosierung Störung von Herz/ZNS, Rauschzustand, Sinnestäuschung, vergrößerte Pupillen, eingeschränktes Reaktionsvermögen, Zeitgefühl geht verloren, Entfernungen und Geschwindigkeiten werden falsch eingeschätzt, Störung von Konzentration und Aufmerksamkeit, Verwirrtheit, Koordinationsstörungen, beschleunigter Puls, nach 1–3 Monaten kann ein plötzlicher Blackout auftreten (Roth/Daunderer)

Mal davon abgesehen dass Cannabissamen quasi kein THC (Grenzwert für Hanfsamenöl: 0,0005% THC) enthalten, das mit dem plötzlichen Blackout war mir äh… neu… sprich: das ist absoluter Unsinn. Als Quelle wird folgendes Werk genannt:

Roth L, Daunderer M, Kormann K (2006): Giftpflanzen-Pflanzengifte. Vorkommen – Wirkung – Therapie – Allergische und phototoxische Reaktionen, 4. Aufl., Nikol Verlagsgesellschaft mbH Hamburg

 

 

„Die Pharma“ ist ein beliebtes Feindbild unter „alternativ“ denkenden Personen. Abgesehen davon dass ich nicht viel von primitiven Freund-/Feindschemata halte, die als bequeme Universalerklärung innerhalb eines abgeschlossenen Weltbildes, bin ich heute über einen schönen Widerspruch gestoßen. Auch wenn ich wenig Hoffnung habe dass jemand dadurch ernsthaft ins Grübeln gerät, für ein paar kognitive Dissonanzen sollte es ausreichen.

Das Bild von „der Pharma“ zeichnet diesen Wirtschaftszweig als eine Einheit. Bei Verschwörungen wie dem angeblichen Zurückhalten von Heilmitteln für Krebs und AIDS agieren sie als ein Kartell, bei dem keiner ausschert und das Heilmittel doch auf den Markt bringt. Keiner der Beteiligten wagte es das Schweigen zu brechen, die Konkurrenz bloßzustellen und mit einem Heilmittel für Krebs Ruhm und ein Vermögen zu verdienen. Neben der Bösartigkeit dass Firmen im Kapitalismus mit Arzneimitteln und nicht mit Armbanduhren Geld verdienen, erfindet die Pharma zahlreiche Krankheiten wie ADHS und verteilt fleissig Kinder-Koks („Ritalin“).

Das Feindbild „Pharma“ gilt aber interessanterweise scheinbar nicht für die Hersteller von „alternativer Medizin“ wie Homoäpathie. Da ist es egal wie vollgepackt mit Werbung und Gewinnstreben deren Websites sind.

Nun meine Frage an alle Homoäpathie-Fans, Pharma-Hasser und ADHS-Leugner: Wie erklärt ihr euch die Firma Medice? Das ist mittelständisches Unternehmen, welches gleichzeitig das vielleicht bekannteste homöopathische Arzneimittel Meditonsin vertreibt und gleichzeitig der Hersteller meines ADHS-Medikamentes Medikinet Adult, also „Ritalin für Erwachsene ist. Für Kinder gibt es neben Methylphenidat von Medice auch Dexamphetamin…

Und was sagen Impfgegner zu Meditonsin dass aus Aconitin (Neurotoxin, Alkaloid von Pflanzen der Gattung Eisenhut), Atropin (Nachtschattenalkaloid, zu finden in Engelstrompeten und Tollkirschen) und Quecksilber, alles in homöopathischen Dosen versteht sich, besteht? Macht nun die Dosis das Gift? Dann wäre z.B. Formaldehyd kein Thema mehr da jeder Apfel 100 Mal mehr davon enthält als eine Impfdosis? Oder gilt auch hier die Totalschlagargumentation „Es ist auf jeden Fall nachher mehr Formaldehyd im Körper also vorher, mit dem sich unser Immunsystem auseinandersetzen muss. Solche Behauptungen zu verbreiten, grenzt an verbaler Körperverletzung. […] Sie können das Risiko nur dadurch senken, indem Sie allopathische Medikamente und Umweltchemikalien nach Möglichkeit meiden. “

PS: Ja, ich weiß dass einzelne pharmazeutische Unternehmen genug Dreck am Stecken haben.

Ist CBD ein Arzneimittel oder darf es frei verkauft werden? Welche Regeln muss ein Kunde aus Deutschland oder ein Shop aus der Schweiz beachten? Welchen Unterschied können Verpackung und Beschreibung, CBD-Konzentration oder die Gesamtmenge CBD pro Packung ausmachen?

Zu diesen Fragen soll ich einen Artikel für das in.fused Magazin von Sens Media schreiben. Die Quintessenz könnt ihr dann in der kommenden Ausgabe nachlesen.

Um das Thema selbst besser zu verstehen, habe ich mir einen Crashkurs in Sachen Produktabgrenzung verpasst. Dieses Thema begleitet mich als Drogenpolitiker schon seit vielen Jahren. In der Vergangenheit gab es immer wieder Diskussionen und Prozesse ob Substanzen wie Salvia Divinorum oder „Legal Highs“ dem Arzneimittelrecht unterliegen. Mit diesem Konstrukt konnten die Behörden gegen Händler vorgehen und den Verkauf außerhalb von Apotheken untersagen bis die Substanz ihren Weg in das Betäubungsmittelgesetz gefunden haben. Als der EuGH dieser Praxis ein Riegel vorschob reagierte die Regierung mit dem Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz. Aber nun zurück zum eigentlichen Thema…

Angesichts des Inhaltes des Artikels möchte ich nochmal explizit darauf hinweisen dass ich kein Jurist bin und ich keine Haftung für die Richtigkeit oder Vollständigkeit meiner Aussagen übernehme. Der Artikel spiegelt meinem Kenntnisstand als Laie wieder und beschreibt wie ich mir das Thema aktuell erkläre.

Produktabgrenzung über Positivlisten oder bestimmte Eigenschaften

Die rechtliche Einordnung von Stoffen erfolgt meistens über zwei Wege. Entweder gibt es eine Positivliste in der der Stoff explizit genannt wird oder das Gesetz definiert die von ihm erfassten Stoffe über bestimmte Eigenschaften. Weiterlesen

Bisher erhielten Cannabiskonsumenten Anzeigen wegen des „unerlaubten Besitzes ohne Genehmigung für den Erwerb“. Das macht Sinn bei Substanzen aus Anlage I BtMG. Dies dürfen nur mit Genehmigung erworben und damit besessen werden.

Bei Substanzen aus Anlage III BtMG sieht es anders aus. Diese Substanzen können verschrieben werden und wer sie mit einem Rezept erwirbt braucht explizit keine Genehmigung des BfArM dazu. Daher braucht auch kein Patient – zumindest in der Theorie – irgendeinen Nachweis für die Legalität seines Cannabis mit sich zu führen.

Woran erkennt nun ein Polizist ob gefundenes Cannabis aus Anlage I oder III stammt? Aus Anlage I ist es ohne Genehmigung klar illegal, aus Anlage III braucht der Besitzer kein Nachweis…

Wie ein Blick auf die NASDAQ Seite zeigt: Die Firma hat 190 Inhaber. 74,60% der Aktien der Firma gehören institutionellen Beteiligungen. Insgesamt gibt es 18,9 Millionen Aktien.

Die fünf wichtigsten Inhaber (institutionellen Beteiligungen) von Aktien sind:

CAPITAL RESEARCH GLOBAL INVESTORS
PRUDENTIAL PLC
SCOPIA CAPITAL MANAGEMENT LP
FMR LLC
VIKING GLOBAL INVESTORS LP

Diesen 5 Firmen, meist Investmentgesellschaften u.ä. gehören fast 50% der Aktien. Bei keiner Firma fand ich einen direkten Zusammenhang zur Firma Bayer.

Den Ursprung habe viele Irrtümer und Verschwörungstheorien zu diesem Thema in einer Kooperation zwischen GW Pharma und Bayer. Bei dieser geht es um die Vertriebsrechte von Sativex in Großbritannien. Ein solche Vereinbarung hat GW Pharma auch mit Novartis für die Regionen Asien (außer China und Japan), Afrika und den mittleren Osten (ohne Israel).

Siehe auch Website von GW Pharma: Sativex®is licensed to Otsuka Pharmaceutical Co. Ltd in the United States, to Almirall S.A. in Europe (excluding the United Kingdom), to Bayer HealthCare AG in the UK and Canada, and to Neopharm Group in Israel/Palestine.