Dronabinol ist nur mit einem BtM-Rezept erhältlich
Dronabinol ist nur mit einem BtM-Rezept erhältlich

Dronabinol (Reines THC) unterliegt dem Betäubungsmittelgesetz und man kann es nur mit einem Rezept, genauer einem Betäubungsmittelrezept kaufen. Der Preis hängt von der Wirkstoffmenge und der Darreichungsform ab. Bei einem Einkauf direkt beim Hersteller bzw. Großhändler liegt der Preis für 500 mg Dronabinol für den Apotheker etwa bei 210 Euro. Verkauft er diese direkt und komplett an einen Patienten, so liegt der Preis nur etwas höher. In einer Online Apotheke fand ich den Preis von 271 Euro für 500 mg Dronabinol.

Verarbeitet der Apotheker das Produkt als Rezepturarzneimittel weiter und füllt den Wirkstoff in Kapseln, verdoppelt sich der Preis und liegt dann in der Größenordnung von 441 bis 465 Euro für 500 mg Dronabinol in Kapseln. Wie dieser Preis entsteht beschreibt diese  Musterrechnung für den Preis von 500 mg in Kapseln aus der Apotheke. In welcher Form der Apotheker das Produkt verkaufen darf wird durch den Arzt auf dem Rezept festgelegt.

Die Kosten für Dronabinol müssen Patienten in der Regel selbst tragen. Im Krankenhaus spielt dies keine Rolle weil die Kosten für Medikamente nicht einzeln mit der Krankenkasse abgerechnet werden, sondern der Preis für die Medikamente in der Fallpauschale für die Behandlung des Patienten bereits enthalten ist.

Dronabinol gibt es in den Größen von 100 mg bis zu 5 g Wirkstoff. Die Gelbe Liste kennt drei Anbieter: Bionorica Ethics, Thc Pharm GmbH und Fagron GmbH & Co. KG. Bionorica und THC Pharm stellen Dronabinol selbst her. Woher Fagron den Wirkstoff bezieht, weiß ich nicht.

Fagron GmbH & Co. KG bietet lautet Gelber Liste an: Dronabinol, Dronabinol Substanz, Dronabinol Kapselset Substanz und Dronabinol Tropfenset Substanz

Zudem gibt es das Dronabinol Rezepturset f. Tropf. Stabilisiert o. Sub. (Art.-Nr.: 00299654) von der Firma THC Pharm GmbH für 10,59 € – laut Lauer-Taxe (auch Arzneimittelspezialitätentaxe genannt) – also vermutlich eine Art „unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers“. Bei Online Apotheken sah ich das Rezepturset für 8,50-9,50 Euro, einmal auch für nur 7,50€.

Bei diesem Rezepturset ist KEIN Wirkstoff enthalten, voll ausgeschrieben heißt das Produkt „Dronabinol Rezepturset für Tropfen, Stabilisiert ohne Substanz (Art.-Nr.: 00299654)“

Was genau ist „Dronabinol“?

Der Begriff „Dronabinol“ ist der Freiname von (-)-trans-Δ9-Tetrahydrocannabinol (chemischer Namen (IUPAC): (6aR,10aR)-6,6,9-Trimethyl-3-pentyl-6a,7,8,10a-tetrahydro-6H-benzo[c]chromen-1-ol), einem natürlich vorkommenden Stereoisomer von Δ9-Tetrahydrocannabinol. Nur dieses Isomer ist in Deutschland in Anlage III BtMG gelistet und verkehrs- und verschreibungsfähig.

Die anderen drei Stereoisomere des Δ9-Tetrahydrocannabinol (Δ9-THC, IUPAC: 6,6,9-Trimethyl-3-pentyl-6a,7,8,10a-tetrahydro-6H-benzo[c]chromen-1-ol) sind nicht verschreibungsfähig und in Anlage II BtMG zu finden. Weitere Tetrahydrocannabinol-Isomere wie Δ9(11)-Tetrahydrocannabinol und ihre stereochemischen Varianten sind als Substanzen der Anlage I BtMG weder verkehrs- noch verschreibungsfähig.

Dronabinol hat den eindeutigen ATC-Code: A04AD10 (Anatomical Therapeutic Chemical Classification System).

19 Gedanken zu „Dronabinol kaufen? Nur mit Rezept und auf eigene Kosten

  1. Sehr Damen auch Herr en
    Es geht Erblichkeit um meine Mutter sie ist auch die beste mama es ist sehr Krank Anastasie
    So gesagt kreps in Lunge mein Wunsch wer könnt ihr meine Mutter cannabisol aufschreibt
    Herzlich Gruße
    H.elmazi

  2. Jeder Hausarzt kann es verschreiben, aber Sie müssen es selbst bezahlen. Ist nicht billig. 500 ml
    kosten zwischen 400.- und 500.- hundert Euro. Aber die wirkung ist sehr gut.
    Habe gute erfahrung damit gemacht.

  3. Kann verschreiben,aber die Ärzte verschreiben es nicht. Wie rennen von Arzt zu Arzt und keiner will es meinem Todkranken Mann verschreiben!!!!

  4. Hi ich habe auch gesucht, benötige es ebenso dringend. kann mir jemand helfen es zu bekommen?

  5. Wir haben kein Problem einen Arzt zu finden. Das Problem sind die Krankenkassen, die es an den MDK weiter geben, was sie eigentlich nicht müssten und dieser weigert sich. Müssen wohl Anwältin einschalten. Man wird darauf verwiesen, dass noch nicht alles versucht worden wäre. Obwohl die Krankenkasse schon vor Jahren, die Behandlungen nicht mehr übernommen haben, die geholfen haben die Scherzen erträglicher zu machen. Nun ist das „Kind in den Brunnen“ gefallen, die Schmerzen sind mit Opiaten auch nicht mehr in den Griffe zu bekommen, weil dies extreme Nebenwirkungen hervor rufen, die dem Patienten, auch laut den Ärzten, nicht mehr zumutbar sind. Aber das einzige was wirklich noch hilft, wird von der Krankenkasse und deren MDK verweigert. Super Gesetz, wenn die Krankenkasse oder der MDK sich weigern. Ist wohl eine Geldfrage. Eine Monatsbehandlung kostet bei der „Höchstmenge“ ca. 2.000 €. Wenn nur 500 Personen die Kostenübernahme für einen Monat verweigert werden, sparen die Krankenkassen 1. Million €. Ziehen sich die Widersprüche und vielleicht Gerichtsurteile ein Jahr hin, dann haben die Krankenkassen 12.000.000 € auf Kosten der Gesundheit der Patienten gespart. Vielleicht ist einer oder mehrere Patienten bis dahin verstorben. Es geht den Krankenkassen die verweigern einfach am Ar… vorbei, wie es dem Patienten geht. Es gibt ein paar wenige Krankenkasse die gleich beim ersten Antrag diesen genehmigen.

  6. Sehr interessant zu lesen! Ich bin seit 35 Jahren Schmerzpatient. Diverse Diagnosen, kamen immer mehr dazu. 50% anerkannte Behinderung. Trotzdem ganztags (gerne) berufstätig. Jedoch eine Qual, Alltag, Familie, normale Tätigkeiten sind nur noch eine Tortour, mittlerweile kaum mehr zu bewältigen. Lebensqualität? Alles durch über die Jahre…..von Tramadol, Metamizol, Tillidin- alles in höchster Dosis (schmeiß dir morgens eine 200 er Tilidin Retardtablette ein uns sei konzentriert, leistungsfähig trotz der Nebenwirkungen und minimaler Linderung) und vieles mehr. Letzter Rat im Schmerzzentrum vor ca. einem halben Jahr (Saarland) “ ….ich kann nichts für sie tun sondern nur raten den Schmerz annehmen und sich Selbsthilfegruppen anschließen“. Flyer in die Hand und gut ist. Das war für mich die letzte „Zeitverschwendung“ dort. Niederschmetternd. Ich würde es gerne mal unter ärztlicher Überwachung auf legalem Wege ausprobieren- auch wenn es teuer ist. Wenigstens einmal für ein paar Augenblicke schmerzfrei, leistungsfähig sein. Kraft und Mut tanken, das Leben wieder spüren. Das ist es wert!

  7. Ich habe ohne Probleme von meinem Onkologen in Hessen Dronabinol Tropfen verschrieben bekommen. Die Kasse DAK hatte es auch gleich genehmigt. Bernhard wenn es ginge , würde ich dir gerne mal was abgeben .

  8. Habe einen 2.:Gehirntumor, nichtshilft nehr, dazu8 nichtoperibare Bandscheibenvorfälle sowieein Schädelbasisbruch durch Sturz, hatte schon MSI20MG Tramadol, Oxycodon , Palladon , Pallexia100 mg usw.. Ich wiegebei 180cmnurnoch40 kg , meinSchmerztherapeuthst voreinerWocheeinen Antrag auf Cannabaniss Tropfengestellt, ich hoffeer gehtdurch , ansonsten bringe ich mich .. , da ich die Schmerzen nicht mehr Aushalten kann.

  9. war für zwei Wochen zu einer multimodalen Schmerztherapie stationär im Elisabeth Krankenhaus in Köln. Da ich auch einen Leidensweg hinter mir habe. Habe auch alle Schmerzmittel und Antidepressiva durch. Dadurch wurde ich in der Klinik direkt mit Dronabinoltropfen behandelt. Mit tollem Ergebnis fast Beschwerdefrei. Ganz geht sowie so nicht. Aber man hat wieder Lebensfreude. Solange du nicht alle Antidepressiva und Schmerzmittel nachweisbar ausgetestet hast, weigert sich der Med.Dienst. Das hat mir der Chefarzt erzählt. Und wie gesagt im Krankenhaus Antrag gestellt und an den Med.Dienst geschickt. Warte jetzt noch auf das Urteil. Aber sieht gut aus meint der Chefarzt und die TK. Habe zur Entlassung noch ein Privatrezept bekommen für 10 Tage.

  10. Hallo ich fange diese Woche mit Dronabinol an. Meine Schmerzen sind unerträglich. Ich habe etwas Angst. Ich bin sehr empfindsam in Medikation. Ich bete so das sie helfen. Ich habe kaum mehr Bewegung durch Schmerzen und Schlapp Veitshöchheim habe ich sehr viel zu genommen. Jetzt lese ich das Dronabinol Appetit macht, das wäre gar nicht gut, dann seh ich bald aus wie ein Wal. Hat jemand Erfahrung damit ❓
    Glg biggi

  11. Habe Gestern Dronabinol verschrieben bekommen (Schmerztherapeut).War erschrocken was es kostet. Kann es mir ñicht leisten. Muss dann eben so weiterleben, bis ich die Schnau…. voll hab.

  12. Bin seit einer verpfuschten Rücken Op Schmerzpatient. Benötige täglich 60 mg Ocycodon plus div. andere Medikamente. Versuche alles um wieder arbeitsfähig zu werden,da ich selbstständig bin. Dronabinol wurde mir vom Hauarzt verschrieben. Die Kasse hat es anstandlos bezahlt. NUR ! Leider bringt es mir Null. Im Gegenteil. Ich werde unruhig kann nicht einschlafen sowie ein Hungergefühl. Welches ich dann mit einer Tafel Schokolade befriedegen musste. Wie gesagt, für mich uninteressant.

  13. Hallo, all ihr „Lieben im Schmerz vereinten“!

    Als Pankreas-Tumor Patient habe auch ich nicht nur Schmerzen!! sondern vor allem Appetitlosigkeit mit starkem Gewichtsverlust, ganz zu Schweige von der damit einhergehenden körperlichen Schwäche.
    Kann manchmal kaum aufstehen und nicht ohne Krücken laufen.
    Dann habe ich von „DRONABINOL“ und seiner positiven Wirkungsweise gehört.
    Sofort bei meinem Onkologen Antrag gestellt; zur KK geschickt,. diese Antrag an den MEDD weiter. nach einer Woche das OK vom MEDD an die KK: Antwort der KK an meinen Onnko, REZEPT ausstellen, KK übernimmt die Kosten, mit Rründenezept zur Apotheke, 5 Euro Rezeptgebühr und mein DRONABINOL in Händen. Nehme die Droge seit 2 Tagen mit wunderbarem Erfolg Sehe nun hoffnungsvoll in eine bessere und schmerz-reduzierte Zukunft.
    ich hoffe, mein Beitrag hat Euch MUT GEMACHT: Nicht aufgeben!!!! Jeder verständnisvolle Arzt weiß, wie er den Antrag RICHTIG stellen muß, dass er dir von Nutzen ist..

    es grüßt Euch, bis bald; Euer Leidensgenosse „CHILLIMAN“

  14. Habe vom Arzt versuchsweise Dronabinol Tropfen 25 mg/ml (NRF 22.8) – 10 ml entsprechen 250 mg Dromabinol (von Rezept abgeschrieben) auf Privatrezept verschrieben bekommen und gestern in der Apotheke für 246 € abgeholt (lt. Apotheke sind das 258 Tropfen).
    Abends 2 Tropfen genommen; vertrage es leider überhaupt nicht.

    Möchte es jemand für die Hälfte des Preises haben ?

  15. Ich nehme z.Z. 3x 60mg Oxigesic.+ Lyrica + Amitrypt. wegen Neuroschmerz in beiden Füßen. Habe jetzt Dronabinoltropfen. 2x5mg. Das haut mich um. Müdigkeit und Schmerzverstärkung. Kann ich nicht mehr nehmen.

  16. Ich habe das hier gerade mit grossem Interesse gelesen, da es mir als chronische Schmerzpatientin genau so geht. Habe seit 4 1/2 Jahren wie die Ärzte sagen „extremste“ Schmerzen, die ich trotz allerstärkster Schmerzmittel nicht aushalten kann. Ein Cannabis Medikament könnte mir helfen, doch obwohl es das Gesetz gibt das jeder Arzt das verschreiben darf und ich sogar einen gefunden habe der es täte geht das nicht, weil die Krankenkassen sich querstellen und wie eben beschrieben groß daran verdienen.
    Geht es denn um die Krankenkassen oder die Kranken, die wie ich bereits depressiv bis lebensmüde werden vor lauter Schmerzen. Und hat nicht der behandelnde Arzt zu entscheiden, wenn sein Patient durch die ganzen Opiate und Morphine bis zum lebensgefährlichen Fentanyl nicht nur organische Kranheiten hinzu bekommt, sondern auch noch depressiv bis zur Lebensmüdigkeit wird durch die Schmerzen Tag und Nacht, da meine ich ist es sogar die Pflicht des Arztes seinem Patienten, den die Krankenkasse oft noch nicht mal kennt ein pflanzliches und harmloseres Schmerzmittel als gute Alternative zu beschreiben und das hat meiner Meinung nach der Arzt zu entscheiden und nicht die Krankenkasse! Ansonsten gehören Krankenkassen ,die dies verweigern und nur den Betroffenen die frustrierende Botschaft an den Kopf knallen, wie es mir passiert ist:“Dann sind Sie eben austherapiert, solche Krankenkassen gehören meiner Meinung nach wegen Verhinderung von ärztlicher Hilfeleistung durch Profitgier angezeigt!!! So sehe ich das. Und das diese Cannabis-Medikamente so teuer sind liegt einzig daran das sie dank den Kassen so selten verschrieben werden. Ich wünsche allen Krankenkassenmitgliedern, die so etwas mitmachen eine chronische Schmerzerkrankung und Krankenkassen, die das gar nicht interessiert das Millionen in Deutschland und auch woanders darunter leiden und viele so verzweifelt sind das sie sich das Leben nehmen. Das musste ich mal so sagen. Es ist eine Schande für Deutschland und seine Kassen

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