Mehr Investionen im Bereich Suchtprävention anstelle von Repression würde sich gleich zweifach lohnen. Nicht nur das Gelder, die derzeit in die Repression fließen dort keinerlei positive Effekte entfalten, sondern im Idealfall unwirksam, in der Regel jedoch schädlich sind. Auch würde jeder Euro der in Prävention fließt mehr als ein Euro Einsparungen an anderen Stellen bringen. Es ist um deutlich teuerer Schäden, die bereits entstanden sind, zu flicken als sie im Vorfeld zu findern. Präventionsexperten gehen davon aus dass der Nutzenfaktor, also der »Return on Prevention« bei 2,2 liegt. Jeder Euro Prävention schafft damit ein Nutzen von 2,20 Euro bzw. einen Gewinn von 1,20 Euro.
Neue Therapieformen wie die Abgabe von Heroin an Abhängige sind ebenfalls kein teuer Luxus, sondern ökonomisch höchst sinnvoll. Die Schweizer haben ihren Heroinmodellversuch einer ökonomischen Analyse unterzogen, diese ergab dass – v.a. durch einen Rückgang der Straftaten und eine Verbesserung des Gesundheitszustands der Abhängigen – pro Tag, an dem ein Patient an der dortigen Studie teilnahm, ein volkswirtschaftlicher Gesamtnutzen von 96 Franken entstand – nach Abzug sämtlicher therapiebedingter Kosten ergab sich ein Netto-Nutzen von 45 Franken pro Patient und Tag. Quelle: heroinstudie.de