AlkoholkonsumentInnen können sich in Deutschland sicher sein dass der Alkohol, den sie in einem Laden kaufen sauber & rein (von der Droge Zucker mal abgesehen) ist und genau soviel Wirkstoff enthält wie auf der Flasche angegeben. In anderen Länder ist gepanschter Alkohol verbreiteter als in Deutschland – mit mitunter tödlichen Folgen.

RaucherInnen haben es da ein weniger schwerer, die Zusatzstoffe sind leider nicht auf der Packung mit angegeben, aber zumindest beim Verbraucherschutzministerium abrufbar – wobei inzwischen einige Marken ja auch mit der Zusatzstofffreiheit werben, zumindest bei mir auch erfolgreich. All das gilt zumindest so lange wie die Zigaretten auf dem offiziellen Markt erworben wurden und nicht etwa – wie in Berlin an zahlreichen S Bahnhöfen möglich – aus dem Illegalen stammen, den hier werden auch gefälschte Markenzigaretten verkauft. Bei ihnen ist sowohl die Qualität des Tabaks hinsichtlich Belastungen durch Pflanzenschutzmittel sowie sonstiger Verunreinigungen und Zusätze unklar.

Für KonsumentInnen illegalisierter Drogen ist der Schwarzmarkt meist die einzige Bezugsquelle – sieht man vom eigenen Anbau, Produktion und dem Anzapfen legaler Quellen wie Apotheken ab. Inzwischen sind fast alle Arten von Drogen mit unterschiedlichsten Verunreinigen gefunden worden, diese reichen von relativ harmloser Lactose in Kokain und Coffein in Heroin bis hin zu Blei im Cannabis und Milzbranderregern in Heroin – letzteres war auch weitaus tödlicher als das hauptsächlich in Legenden auftauchende Strychnin.
Ich werde mich in einigen folgenden Artikel mit Zusätzen, Streckmitteln und Verunreinigungen in Drogen sowie Erkennungs- und Schutzsmaßnahmen und dem politischen Projekt Drug Checking beschäftigen.

Ein Gedanke zu „Dreckige Drogen – Einleitung

  1. Strychnin als Streckmittel ist keine Legende. Es wurde den sog. „chinese rocks“ beigemischt, die es bis zur niederländischen Drogen-Strafrechtsreform Anfang der 70er gab. Die Labor-Analyse eines damals im Fall „X“ geprüften Asservates wies eindeutig Strychnin als Beimengung aus. Und „X“ kann versichern, dass kalte und kombinierte Heroin/Strychnin-Entzüge einer gewissen Grausamkeit nicht entbehren.

    Nach dem Rückzug der Chinesen aus A`dam als Heroinmetropole Europas wurden die chinese rocks – die es natürlich auch ohne Streckmittelgift gab – durch sog. „Powder“ ersetzt. Heroin aus Anatolien, Kurdistan, Pakistan, Afghanistan, das im Gegensatz zur chinesischen Ware, für das zum Auflösen heißes Wasser reichte, noch mit Zitronensäure aufgekocht werden musste.

    Heutzutage kommt der etablierte Alt-Junkie im staatlichen Diamorphinprogramm ohne ungewollte Streckmittel- und/oder Lösungs-Zusätze aus.
    Heroin at it`s best from pharmafia.
    Kassenerstattungsfähig.

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