In Debatten über Drogenpolitik (aber auch anderen Themen) – besonders beim Thema Tabakpolitik – kommt häufig das Argument Drogen seien schlecht weil sie ungesund sind. Natürlich ist die Gesundheit der Bürgerinnen zu schützen ein wichtiges Anliegen der Politik, fragwürdig wird es allerdings wenn der Gesundheitsschutz zum Totschlagargument wird und andere Werte völlig ausblendet. Gefährlich wird dann wenn der Staat sich anmasst für alle seine Bürger den gesündesten Weg als alleinige Option festzuschreiben, das Ergebnis sind beispielsweise die Drogenprohibition und schlechte Gesetze zum Schutz vor Passivrauchen.

Im Positionspapier des Bundesnetzwerk Drogenpolitik bei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zu den Themen Tabakpolitik und Passivrauchen schrieb ich hierzu: „Im Bereich Schutz vor Passivrauchen sind Verbesserungen notwendig, diese müssen aber verhältnismäßig sein. Die Maßnahmen müssen geeignet sein, das Ziel des Nichtraucherinnenschutzes zu erreichen, aber auch gleichzeitig erforderlich und angemessen. Somit ist immer abzuwägen, ob ein totales Verbot erforderlich ist oder ob weniger einschränkende Maßnahmen technischer oder organisatorischer Art im konkreten Einzelfall ausreichen.“

Hier noch zwei Artikel zu diesem Thema:
Chefarzt kritisiert „Gesundheitsreligion“; Frankfurter Rundschau; 23.12.2008 und Gesundheit über alles; Ein Kommentar von Gerd Held; Die Welt; 31. Juli 2008

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