Phytocannabinoide sind Cannabinoide, welche in Pflanzen natürlich vorkommen. In Abgrenzung zu ihnen stehen die Endocannabinoide, die in Körpern von Menschen und anderen Tieren vorkommen sowie die synthetischen Cannabinoide.

Die wichtigste Quelle ist die namensgebende Art Cannabis Sativa.

Mindestens 113 Cannabinoide wurde bisher in Pflanzen der Art Cannabis gefunden. 85 diese Phytocannabinoide wurden bisher ausschließlich in Cannabis gefunden.

Die wichtigsten Phytocannabinoide sind Δ9-Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD). Das Vorkommen und die Konzentration einzelner Cannabinoide hängen von Faktoren wie Sorte, Wachstumsbedingungen sowie Erntezeitpunkt ab.

Andere Pflanzen enthalten ebenfalls Cannabinoide, beispielsweise Pflanzen der medizinischen genutzten Sonnenhüte (Echinacea). Die Phytocannabinoide der Caryophyllenen kommen in zahlreichen Pflanzen wie dem mit Hanf verwandten Hopfen, Hanf selbst sowie Schwarzem Pfeffer vor.

„Die Zählgemeinschaft setzt sich für einen aktiven Kampf gegen Drogenkriminalität ein. Die Arbeit im Bereich der Drogenprävention, aber auch die Bekämpfung von Drogenkonsum muss sensibel und bürgernah erfolgen. Es wird geprüft, wie und wo ein Drogenkonsumraum in Nord-Neukölln errichtet werden kann, an dem auch Beratung und Unterstützung für die Abhängigen angeboten wird.“

aus der Vereinbarung SOZIAL. WELTOFFEN. INNOVATIV. – 150 Entscheidungen für Neukölln zur Bildung einer Zählgemeinschaft zwischen der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands – Kreisverband Neukölln und Bündnis 90 / Die Grünen – Bezirksgruppe Neukölln in der Neuköllner Bezirksverordnetenversammlung zur Bürgermeisterinnenwahl und zur Zusammenarbeit in der Wahlperiode 2016 – 2021

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Drogenprävention und Bekämpfung von Drogenkonsum? Wie soll Repression sensibel und bürgernah erfolgen?

Zum Thema Cannabis-Modellprojekt findet sich in der Vereinbarung leider nichts.

Vortrag von Kersten Artus – Drogenpolitische Konferez Hamburg 2016 bei der Veranstaltung „Schluss mit KRIMInalisierung – Drogenmärkte regulieren!“. Die Konferenz fand am 21/22.10.2016 in der Ganztagsgrundschule Sternschanze, Altonaer Str. 38, 20357 Hamburg statt.

Veranstalter war die AG DROPO Hamburg und der Stadtteilbeirat Schanze

Die AG DROPO Hamburg ist eine offene Arbeitsgemeinschaft von Einzelpersonen und Institutionen um drogenpolitisch relevante Themen zu besprechen und gemeinsame Stellungnahmen und Aktionen zu planen und durchzuführen. Regelmäßig nehmen Personen aus folgenden Kontexten teil: Palette e.V., ragazza e.V., Aidshilfe Hamburg, freiraum hamburg e.V., akzept e.V., Schildower Kreis, Die Grünen, Die Piraten, Cannabis Social Club Hamburg, Standpunktschanze e.V.

Anmeldung und aktualisiertes Programm unter: http://ag-dropo-hamburg.de/?page_id=26

Transparenz a la TTIP...
Transparenz a la TTIP…

Mir ist viel Kritik bei TTIP zu abstrakt, platt, populistisch oder basiert nur auf Feinbildern, aber das hier ist ein schön konkretes Beispiel zu den Segnungen des Freihandels im Bereich Alkohol und Tabak.

Die USA kämpfen gegen Haltbarkeitsdaten auf dem Whisky und die EU für ihre Herkunftsbezeichnungen wie Champagner, während sich Philipp Morris die Hände reibt. Philipp Morris und Co. klagt nicht mehr Importproduktdiskrimierung, sondern gegen jede Einschränkung vgl. Uruguay und Australien. Neben den Klagen gibt es Drohbriefe gegen jede Änderung im Bereich Tabak wie Werbeverbote, an Parlamentarier weltweit mit Verweis auf die laufende Prozesse. vgl. TPP „but states can opt out from tobacco-related measures“

Neben dem Freihandel argumentieren sie auch über TRIPS, aber nicht gegen Dritte, die ihre Marke mißbrauchen, sondern gegen jede Beschädigung ihrer Marke u.a. durch Werbeverbote.

Warum ist relevant? Weil die knappe Mehrheit für TIPP im US Senat durch Tabakstaaten-Senatoren gekippt werden könnte.

Hier nun das eigentliche Video und die dazugehörige Pressemitteilung:

„Freihandelsabkommen sind für die Suchtprävention von hoher Bedeutung, weil sie die Rahmenbedingungen für den Handel mit legalen Drogen verändern. Das Beispiel der Tabakindustrie zeigt, wie Unternehmen das internationale Handelsrecht nutzen, um Regierungen unter Druck zu setzen und den Verbraucherschutz zu schwächen. Deshalb wurden Tabakprodukte aus dem transpazifischen Freihandelsabkommen (TPP) weitgehend ausgeschlossen. Dasselbe sollte auch für das transatlantische Freihandelsabkommen (TTIP) gelten. Darüber hinaus ist es aus Sicht der Suchtprävention sinnvoll, der Empfehlung des Deutschen Richterbundes zu folgen, und auf die Einführung einer Paralleljustiz zugunsten ausländischer Investoren zu verzichten. Nur so lässt sich verhindern, dass Alkoholkonzerne dem Beispiel der Tabaklobby folgen und auf Schadensersatz klagen, wenn ihnen ein neues Gesetz nicht gefällt.“ – Weiterlesen in der PDF

Mehr über das das im Video gezeigt geschwärzte Dokument.

Eigentlich wollte ich nur eine einfache Übersicht zum Thema „Welcher Cannabis-Wirkstoff wirkt bei welchen Diagnosen?“ für meine provisorische Leitlinie zum Einsatz von Cannabis als Medizin erstellen, aber ich habe mich wieder ein den Details verloren und endete ratlos bei den mir bisher völlig unbekannten „Cannabinoid Rezeptor Antikörpern“. Nun habe ich wieder viel gelesen und gelernt, aber anstelle von Antworten fand ich nur viele Fragen, die ich hier dokumentieren möchte.

Das Wissen bei dieser Fragestellung ist dünn, aber einige allgemeine, hilfreiche Aussagen kann man treffen. Beispielsweise ist bei  Cannabidiol die entkrampfende und entzündungshemmende Wirkung gut bekannt und man kann ihm das Einsatzgebiet Epilepsie klar zuordnen. Die Tücken beim Beantworten einer solchen Frage liegt aber im Konkretisieren. Weiterlesen

Wer verschreibt in Deutschland Betäubungsmittel?
Wer verschreibt in Deutschland Betäubungsmittel?

Wie viele Ärzte in Deutschland neben am BtM-Verkehr teil und sind im Besitz eines Rezeptblocks für Betäubungsmittel? Und welche Mediziner verordnen sie über Anforderungsscheine? Welcher Fachgebiet gehören sie an? Aus welcher Region kommen sie? Sind sie niedergelassen oder arbeiten sie an einer Klinik? Gibt dazu Daten oder Analysen?

Ich suche Informationen darüber wie viele und welche Ärzte im Besitz von BtM-Rezepten sind. Leider fand ich zu dieser Frage und allgemein dem Thema Betäubungsmittel leider nirgendwo Statistiken oder Analysen. Kann mir jemand sagen ob und wo solche Daten erfasst / untersucht werden?

Auch wäre es interessant zu wissen welche und wieviele Betäubungsmittel zum welchem Zweck bei welchen Diagnosen verschrieben werden?

spende matthiasBei der Lektüre meiner Kontoauszüge fiel mir jüngst eine Überweisung an mich über 30€ auf. Sie stammte von einem Matthias C**** und hat den Betreff „fur eine gute Alternative“. Lieber Matthias, ich muss gestehen dass mir dein Name gerade nicht sagt, trotzdem möchte ich mich für deine Unterstützung bedanken und hoffe dass du dies liest.

Wie einige von euch sicher wissen liege ich und meine Familien mit meinem Einkommen beim DHV auf Hartz IV Niveau und nur zusätzliche Einnahmen aus Artikeln für das Hanfjournal o.ä. halten uns über Wasser. Daher freue ich mich immer wieder sehr, wenn Menschen meine drogenpolitische Arbeit wie dem Betrieb dieses Blogs nicht „nur“ wertschätzen, sondern auch mit kleinen Beträgen unterstützen.

Laut einem UNODC-Papier überlegen Experten, Drogen zu entkriminalisieren. #heuteplus hat einen Abhängigen und eine Sozialarbeiterin getroffen. Was würde passieren, wenn man Cannabis legalisierte?

Sendung vom 21.10.2015, 23:00

Quelle: ZDFmediathek

Mehr zum Thema:

Aus einem aktuellen Briefingpapier von United Nations Office on Drugs and Crime (UNODC) Weiterlesen

Die Nachricht über eine mögliche Veränderung in der UN-Drogenpolitik machte in sozialen Netzwerken schnell die Runde. DIE WELT berichtete am Dienstag, dass ein internes Papier des  UN-Büros für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) zur Entkriminalisierung von Drogenbesitz für den Eigenbedarf aufrufen würde, dieses aber auf Druck eines Mitgliedsstaates vor der Veröffentlichung zurückgezogen worden sei. Weiterlesen

Fakt: Scherben sind die größte Gefahr im Bereich "Müll auf der Straße"
Fakt: Scherben sind die größte Gefahr im Bereich „Müll auf der Straße“

Zum Thema „Normalität von Alkohol“ gibt es die lesenswerte Facebook Seite 100 Fakten zum Alkoholkonsum bzw. das dazugehörige Blog. Besonders beeindruckend fand ich Fakt Nummer 7:

Fakt No. 7: Wir wollen eine ganz einfache Fragestellung beantworten, die sich jedoch als ausgesprochen schweißtreibend…

Posted by 100FaktenzumAlkoholkonsum on Samstag, 11. Juli 2015

Was wollen wir mit dieser Info-Seite bewirken?

Diese Seite soll 100 Fakten zum Alkoholkonsum erläutern. Unter ganz verschiedenen Aspekten. Mal erstaunlich oder kurios, oft mit Beispielen, häufig auch in Bezug zu anderen psychoaktiven Substanzen.

Natürlich wollen wir nicht, dass Alkohol verboten wird. Das geht gar nicht, das wissen wir auch. Keine Kultur kommt ohne Drogen aus. Aber wir möchten, dass vernünftig damit umgegangen wird. Wir möchten, dass darüber eine sachliche Diskussion geführt wird. Dass eine neue, umfängliche, objektive Bestandsaufnahme gemacht wird, was geht und was nicht geht. Und wir wünschen uns, dass man seine Meinung ändert, wenn man feststellt, dass man falsch lag. Das ist menschlich völlig in Ordnung und zeigt Größe. Schließlich hält einem ja nichts davon ab, schlauer zu werden.

Natürlich soll man sich auch weiterhin – sinnlos?! – betrinken können, wenn man das mag. Aber die Freiheit des einen endet bekanntlich dort, wo der Schaden des anderen beginnt. Was wir nicht wollen ist, dass Drogen am Arbeitsplatz, als aktiver Teilnehmer im Straßenverkehr oder bei sonstigen verantwortungsvollen Tätigkeiten genommen werden. Und Einsatzkräfte wollen nicht wegen Suff bekotzt, bespukt oder Schläge angedroht bekommen. Das kann man verlangen. Eben wegen dem Schaden…

Thomas Isenberg bei der Veranstaltung "Von Repression zu Regulierung - Eckpunkte einer sozialdemokratischen Drogenpolitik" (Bild von thomas-isenberg.info)
Thomas Isenberg bei der Veranstaltung „Von Repression zu Regulierung – Eckpunkte einer sozialdemokratischen Drogenpolitik“ (Bild von thomas-isenberg.info)

Für den Montag, 12. Oktober 2015 lädt Thomas Isenberg, Mitglied des Abgeordnetenhauses für Tiergarten und Moabit, Gesundheitspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion ab 18:30 Uhr in die Arminius-Markthalle Moabit ein. Anlässlich des Starts der Mitgliederbefragung der SPD-Berlin soll das Thema „Eine neue Cannabispolitik ist nötig! Bessere Regulierung: Mehr Jugendschutz, mehr Prävention und regulierte Produktion und Abgabe an Erwachsene“ diskutiert werden.

Einladungsmail von Thomas Isenberg

Sehr geehrte Damen und Herren!

Ab Mitte Oktober startet die SPD-Berlin ihre Mitgliederbefragung, auch explizit zum Thema „Cannabis“. Unmittelbar im Vorfeld der Befragung lade ich Sie gerne zum öffentlichen Dialog in die Arminius-Markthalle in Berlin-Moabit: Weiterlesen