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Call for Abstracts für den Nachfolger des 2. Alternativen Drogen- und Suchtbericht 2015
Call for Abstracts für den Nachfolger des 2. Alternativen Drogen- und Suchtbericht 2015

Die Veröffentlichung der ersten zwei Alternativen Drogen- und Suchtberichte (ADSB) in den beiden vergangenen Jahren war ein voller Erfolg: Die darin aufgezeigten Themen haben eine hohe Aufmerksamkeit in den Medien und der Fachöffentlichkeit erfahren. Nun rufen wir alle interessierten Autorinnen und Autoren dazu auf, Vorschläge für die dritte Ausgabe des Berichtes einzureichen. Der ADSB wird von akzept e.V., der Deutschen AIDS-Hilfe und dem JES-Bundesverband herausgegeben.

Er befasst sich kritisch mit der aktuellen Drogenpolitik und Suchthilfepraxis, entsprechenden Missständen und aus fachlicher Sicht naheliegenden Verbesserungsvorschlägen hinsichtlich dieser Themenkomplexe.

Vorschläge für Alternativen Drogen- und Suchtbericht 2016 erbeten

Autorinnen und Autoren, die sich angesprochen fühlen, sind eingeladen, ein Abstract (max. 2000 Zeichen) mit einem eigenen Themenvorschlag einzureichen. Beiträge können sich sowohl auf legale als auch illegale psychoaktive Substanzen wie auch „Verhaltenssüchte“ beziehen. Die Ausarbeitung des Themas soll eine klare politische, therapeutische, hilfepraktische oder präventionsbezogene Problemlage kritisch beschreiben und konkrete Verbesserungsvorschläge enthalten. Die Autor_innen der von der Redaktionsgruppe akzeptierten Abstracts werden dann dazu eingeladen, ihr Thema auf ca. vier Seiten auszuarbeiten. Abstracts können bis zum 15.01.2016 bei der Redaktionsgruppe des Centre for Drug Research (Goethe-Universität Frankfurt) und des Instituts für Suchtforschung Frankfurt (Frankfurt University of Applied Sciences) eingereicht werden.

Das späteste Datum für die Einreichung der fertigen Beiträge ist der 29.02.2016.

Kontakt:

egger at em.uni-frankfurt.de (CDR)
annadichtl at fb4.fra-uas.de (ISFF)

Siehe auch: Website: Alternativer Drogen- und Suchtbericht

3 Gedanken zu „Call for Abstracts: 3. Alternativer Drogen- und Suchtbericht 2016

  1. Da die Cannabismedizin kurz vor der Akzeptanz steht, wäŗe es an der Zeit geballt über die positiven Nebenwirkungen zu berichten. Mittlerweile gibt es reichlich Studien über die medizinische Wirkung bei Erkrankungen, logischer nächster Schritt: Prophylaxe.

    Wie aus Studien zu entnehmen war, z.B. ca. 50% weniger Zivilisationskrankheiten bei Cannabisnutzern (Diabetes, Bluthochdruck, etc.) Wieviele Diabetiker gibt es in Deutschland, wieviele mit Bluthochdruck, etc. Wie hoch könnte die Anzahl in Deutschland sein, die durch die Legalisierung keine dieser Krankheiten beķämen?

    Auch bei den anderen Erkrankungen stellt sich die Frage: Hilft Cannabis nur bei akuten Erkrankungen oder beugt es sogar vor

    Laut Studien in den USA sind die Verkehrsunfälle in den Staaten, in denen Cannabis legalisiert wurde zurück gegangen, wie sehe es aus, wenn es für die Allgemeinheit legalisiert würde?

    etc. etc,

    Wie bekannt, werden von den Legalisierungsgegnern immer die gleichen „schlimmen“ Nebenwirkungen herangezogen. Warum diesen zwei, drei Nebenwirkungen bei einer verschwindend geringen Anzahl von Menschen (bei denen noch abzuklären wäre, ob diese Nebenwirkungen nicht Sortenabhängig waren) nicht die Masse an positiven (Neben)wirkungen gegenüber stellen? Denn diese lassen sich nicht weg diskutieren und sind wesentlich wichtiger, als die unausgegorenen Studien über Nebenwirkungen, die regelmäßig widerlegt oder sich aufgrund von wissenschaftlichen Fehlern selbst disqualifizeren.

    Stete gute Neben-/Wirkungen hölen den Stein des Anstosses!

  2. Ich halte es nicht für sinnvoll Cannabis als Allheilmittel darzustellen, denn das ist es nicht. Studien, die positive Wirkungen finden haben häufig methodische Mängel (zu klein, nicht plazebo-kontrolliert, nicht verblindet). Dadurch lassen sich viele Wirkungen in größeren Studien nicht zuverlässig reproduzieren. Außerdem werden Studienergebnisse generell geschönt (das hängt mit den Finanzierungs-Hintergründen zusammen), gerade im universitären Bereich. Leider werden solche Ergebnisse häufig von Cannabis-Enthusiasten veröffentlicht, die glauben so die Legalisierung fördern zu können. Tatsächlich untergraben sie damit eher die Glaubwürdigkeit der Bewegung.

    „Warum diesen zwei, drei Nebenwirkungen bei einer verschwindend geringen Anzahl von Menschen“

    Um welche Nebenwirkungen handelt es sich deiner Meinung nach? Wie verschwindend gering ist dieses Anzahl denn genau?

    Für eine sachliche Auseinandersetzung sind konkrete Zahlen notwendig. Für die Bewertung der Schwere von Nebenwirkungen macht es übrigens einen riesen Unterschied ob Cannabis aus medizinischen Gründen oder als Rauschmittel konsumiert wird. Im letzteren Falle werden die Nebenwirkungen teilweise gar nicht als solche wahrgenommen.

    „(bei denen noch abzuklären wäre, ob diese Nebenwirkungen nicht Sortenabhängig waren)“

    Das ist möglich. Es spräche jedoch gegen eine unproblematische Anwendung von Cannabis, wenn vorher erst aufwendige Verträglichkeits-Tests durchgeführt werden müssen.

    „nicht die Masse an positiven (Neben)wirkungen gegenüber stellen?“

    Welche wären das? So eine Pauschalaussage hilft niemandem.

    „Laut Studien in den USA sind die Verkehrsunfälle in den Staaten, in denen Cannabis legalisiert wurde zurück gegangen“

    Das sagt nichts über den medizinischen Nutzen von Cannabis aus.

    Es tut mir leid dir sagen zu müssen, dass Cannabis nicht das Wundermittel ist, wie es von einigen dargestellt wird. Die Wirksamkeit ist moderat und es kommt recht häufig zu Nebenwirkungen, die auch häufig zum Therapieabbruch führen.

    Realistisch sieht es eher so aus, dass medizinisches Cannabis nur einer eher kleinen Gruppe von Menschen helfen kann, diesen dafür aber erheblich. Und deswegen sollte es unser Ziel sein diesen Menschen den Zugang zu medizinischem Cannabis zu ermöglichen. Das ist bereits Nutzen genug, da braucht man nicht noch mehr.

    Es ist schön, wenn du dir Gedanken zu dem Thema machst und dich nicht von der repressiven Propaganda einlullen lässt. Unkritische Darstellungen sind aber genauso wenig zweckdienlich wie eine undifferenzierte Ablehnung von Cannabis.

  3. Allen Menschen gebührt straffreier Zugang zu und straffreier Umgang mit Hanf.

    Ich stimme Volker zu, und sehe im Kommentar von Corny eine sehr begrenzte Sicht der Dinge, die nicht ansatzweise dem Potential von Cannabis gerecht wird.

    Jeder sollte schon für sich selbst entscheiden können, ob er Cannabis als Wunder- und All-heilmittel ansieht ,und dementsprechend nutzen, ohne das ein Arzt, oder Staatsbediensteter dazwischensteht.

    Daß Cannabis nur wenigen helfen kann, ist wohl mehr als untertrieben, und verkennt total den Stellenwert des Endocannabinoidssystems in der menschlichen Biologie.
    Cannabis kann potenziell jedem helfen, nicht nur einer kleinen Gruppe.

    Es ist in Anbetracht des Nutzens den Cannabis alleine zur Vorbeugung beitragen kann, zum Besten für Alle, wenn freier Zugang zu Cannabis in bester und reinster Qualität, und in all seiner Vielfalt zur besteht.

    Kritische Darstellung und differenzierte Darstellung hatten wir zur genüge, es ist Zeit das jeder Hanf wieder selbst kennenlernen kann, um seinen eigenen Erfahrungen zu machen. Keiner kann besser sagen ob Hanf geeignet für einen ist, als derjenige selbst.

    Ganja – Healing of the nation

    Tikun Olam – Heilung der Welt

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