Share on Google+0Tweet about this on TwitterShare on Facebook0Share on LinkedIn0Email this to someonePrint this page

Dieser Artikel ist Teil einer provisorischen Leitlinie zum Einsatz von Cannabis als Medizin.

Diagnosen

Die wichtigsten Einsatzgebieten:

  • Kachexie, Wasting-Syndrom, Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit
  • Krebs
  • Glaukom
  • HIV/AIDS
  • Multiple Sklerose und Spastik
  • Krämpfe / Epilepsie, insbesondere bei Kindern
  • ADHS
  • Depressionen
  • Tourette-Syndrom
  • Schwere, chronische und/oder hartnäckiger Schmerzen, insbesondere neuropathische Schmerzen
  • chronisch-entzündliche Erkrankungen

Der Einsatz von Cannabis als Medizin kann bei zahlreichen Erkrankungen sinnvoll sein. In der Praxis spielen sind ein Dutzend Diagnosen von besonderer Relevanz. Grundlage für diese Liste besonders wichtiger Diagnosen sind die Ausnahmegenehmigungen zum Erwerb von Cannabisblüten in Deutschland sowie die Positivlisten der US-Bundesstaaten.

Schwere, chronische und/oder hartnäckiger Schmerzen sind mit Abstand das wichtigste Einsatzgebiet von Cannabis.

In Deutschland spielen daneben ADHS, Depressionen, Tourette-Syndrom und Multiple Sklerose eine wichtige Rolle.

Die Grünen im Bundestag stellten Mitte 2016 im Parlament die Frage „An welchen Erkrankungen leiden jeweils wie viele Patientinnen und Patienten nach Kenntnis der Bundesregierung, die eine vom BfArM genehmigte Therapie mit cannabishaltigen Medikamenten, Cannabisblüten oder -extrakten erhalten?“.

In der Antwort der Bundesregierung wurden nur die Hauptdiagnosen genannt und es gab keine Doppelungen wie es in der Vergangenheit der Fall war. Hier die Verteilung der 779 Fälle:

 

Haupterkrankungen bei vom BfArM genehmigten Therapie mit Cannabisblüten, Stand Mitte 2016
Haupterkrankungen bei vom BfArM genehmigten Therapie mit Cannabisblüten, Stand Mitte 2016

Die Regierung hat in ihrer Antwort „schmerzhafte Spastik bei multipler Sklerose“ unter „Schmerzen“ subsummiert. Aus alten Zahlen lässt sich abschätzen dass von dem 62%-Anteil der Schmerzpatienten etwa ein 15-16%-Anteil  an MS leidet.

Weitere Diagnosen: „Ausnahmegenehmigungen für den Erwerb von Cannabisblüten aus einer Apotheke – Diagnosen“

In den USA ist der Einsatz von Cannabis bei den folgenden Diagnosen rechtlich am häufigsten möglich:

  • Kachexie, Wasting-Syndrom, Übelkeit
  • Krebs
  • Glaukom
  • HIV/AIDS
  • Multiple Sklerose und Spastik
  • Krämpfe / Epilepsie

Die vollständige Liste gibt es hier: Qualifying Conditions for State Medical Cannabis Programs. Interessant ist dass hier weder ADHS, Depressionen noch Tourette-Syndrom in der Aufzählung auftauchen.

Zahlreiche weitere Diagnosen auf beiden Listen gehören zu den chronisch-entzündliche Erkrankungen. Aufgrund ihrer Gemeinsamkeiten bilden damit Erkrankungen wie Arthritis, Multiple Sklerose, Colitis ulcerosa, Morbus Crohn oder Asthma insgesamt ein Einsatzgebiet von Cannabis als Medizin.

Diese Diagnosen spiegeln nicht unbedingt den Bedarf wieder, sondern sind in erster Linie das Ergebnis vieler Faktoren wie der rechtlichen Rahmenbedingungen.

Ein Gedanke zu „Diagnosen – Provisorische Leitlinie zum Einsatz von Cannabis als Medizin

  1. Guten Abend, warum ist die Diagnose RLS nicht aufgeführt? Ich habe gehört, dass Cannabis die Beine zur Ruhe bringt, es soll ja auch bei ADHS helfen, da liegt die Erkrankung Restless Legs nicht weit voneinander oder? Es würde vielen Kranken helfen, wenn es in der Liste mit aufgeführt werden würde. Ich wünsche einen schönen Abend.

Schreibe eine Antwort

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>