Alternative Drogenpolitik

Das Medien-Phänomen Hortensien

Der Hanfverband berichtet über das Phänomen des „Hortensien klauen und rauchen“. Der Ethnobiologie-Sachverständige meines Vertrauen schreibt zur Wirkung der Hortensien:

Die Mitteilungen, Beiträge und Artikel zeigen sehr gut, dass weder wirkender Stoff, noch Wirkungsweise aufgeklärt sind.

Ich gehe davon aus dass Hortensien keine gute Droge sind, also ein schlechtes Rausch-zu-Risiko-Verhältnis aufweisen und als Naturdroge auch nicht leicht zu dosieren sind. Ein Cannabisersatz sind sie sicher nicht, das hätte sich sicher rumgesprochen.

Die Medien leisten hier keinen Beitrag zur Aufklärung. Vielmehr gehe ich davon aus dass die Berichterstattung in den Boulevardzeitungen selbst – und beim Thema Drogen sind damit viele Zeitungen gemeint – signifikant zur Verbreitung des Phänomen beitragen. Exemplarisch sei der Artikel „Blumen-Droge kann tödlich sein“ aus der Zeitung mit den großen Buchstaben erwähnt und daraus „Professor Dr. Rainer Thomasius (51), Leiter der Drogenambulanz des UKE“ Hamburg zitiert:

Hortensien können euphorisierend wirken und eine Sinnesintensivierung hervorrufen. Farben werden deutlicher, Musik intensiver, Stimmen verzerrt wahrgenommen.

 

Eine bessere Einladung an experimentierfreudige Rauschfreunde kann ich mir – trotz der negativen Überschrift und anderer Teile des „Artikels“ – kaum vorstellen.

Der Hinweis „HORTENSIEN ZU RAUCHEN ODER ZU ESSEN KANN LEBENSGEFÄHRLICH SEIN!“ ruf bei mir auch nur noch ein müdes Lächeln hervor – beim Konsum meiner konzentrierten Allium sativum-Paste sind Nebenwirkungen wie Durchfall, Reizdarmsyndrom und Übelkeit möglich – eine möglicherweise auftretende Anaphylaxie KANN LEBENSGEFÄHRLICH SEIN!

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