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Da denkt man sich nichts böses, blättert auf der Website des Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) in der Stoffliste des Bundes und der Bundesländer für die Kategorie „Pflanzen und Pflanzenteile“ und schlägt die Einstufung von Hanfsamen nach. Diese sind gelistet als Lebensmittel und in der Unterliste B. Dies sind „Stoffe, für die eine Beschränkung bei der Verwendung in Lebensmitteln empfohlen wird.“

Die Anmerkungen lesen sich erst ganz okay, sie enden aber mit einer Einstufung von Hanfsamen als giftig bis schwach giftig.

Cannabis sativa sowie das darin enthaltene Cannabinoid 9-Tetrahydrocannabinol (THC) unterliegen den Regelungen des BtMG. Gemäß Anlage I zu §1 Abs. 1 des BtMG sind die Samen von C. sativa hiervon ausgenommen, sofern sie nicht zum unerlaubten Anbau bestimmt sind. Eine Verarbeitung in der Lebensmittel-Herstellung sowie der Vertrieb von Erzeugnissen, die unter Verwendung von Cannabis-Samen hergestellt wurden, sind somit aus betäubungsmittelrechtlicher Sicht zulässig. Schwach giftig III (Wink/Wyk), giftig C (Roth/Daunderer)

Diese kritischen Inhaltsstoffe „Cannabinoide (z. B. THC)“ sollen folgende Risiken mit sich bringen:

euphorisierende, halluzinogene Aktivität, Aphrodisiakum, bei Überdosierung Störung von Herz/ZNS, Rauschzustand, Sinnestäuschung, vergrößerte Pupillen, eingeschränktes Reaktionsvermögen, Zeitgefühl geht verloren, Entfernungen und Geschwindigkeiten werden falsch eingeschätzt, Störung von Konzentration und Aufmerksamkeit, Verwirrtheit, Koordinationsstörungen, beschleunigter Puls, nach 1–3 Monaten kann ein plötzlicher Blackout auftreten (Roth/Daunderer)

Mal davon abgesehen dass Cannabissamen quasi kein THC (Grenzwert für Hanfsamenöl: 0,0005% THC) enthalten, das mit dem plötzlichen Blackout war mir äh… neu… sprich: das ist absoluter Unsinn. Als Quelle wird folgendes Werk genannt:

Roth L, Daunderer M, Kormann K (2006): Giftpflanzen-Pflanzengifte. Vorkommen – Wirkung – Therapie – Allergische und phototoxische Reaktionen, 4. Aufl., Nikol Verlagsgesellschaft mbH Hamburg

 

 

2 Gedanken zu „„Plötzlicher Blackout“ nach 1–3 Monaten durch Hanfsamen?

  1. LOL.. wenn mich einer jetzt fragt… ob ich mit dem Thema zu tun habe.. Sorry.. Wenn ich damit nichts zu tun habe.. dann kann ich mich nicht daran erinnern, je etwas damit zu tun gehabt zu haben.

    Und wenn ich etwas damit zu tun habe, dann kann ich mich wegen den Blackouts nicht erinnern… so gerne ich auch möchte…LOL

    Ich hab mal in der Liste gestöbert.. interressant mit welchen Gewürzen in der Küche man sich umbringen kann.. siehe Safran z.B. .

    Witzig fand ich die beschreibung zu CHILI:

    Positivmonographie für äußerliche Anwendung, ESCOP-Monographie
    für äußerliche Anwendung, schwach giftig III (Wink/Wyk), wenig giftig
    C(Roth/Daunderer),HMPCMonographie in Bearbeitung

    chronische Vergiftungen infolge Missbrauchs (z. B. Überdosierung
    als Gewürz) gehen mit Appetitlosigkeit, chronischer Gastritis, Nieren
    und Leberschädigung einher (Roth/Daunderer)

    Capsaicin

    Ich bau mir selber hier auf dem Balkon (südseite) jedes Jahr DrachenChili F1 an (koch gerne).
    Wenn ich das jetzt lese:

    chronische Vergiftungen infolge Missbrauchs,

    da muss ich herzhaft Lachen.. Mag ja richtig sein, das es zutrifft.

    Aber ehrlich, wer schafft es schon, Chili in so hohen Dosen einzunehmen.. die Wenigsten.. und das meist auf Challenges-Festivals.

    Achja Appetitlosigkeit.. klar wenn ich auf 1Kg Fleisch 2 von meinen frischen DrachenChilis dazugebe.. dann leidet Jeder darunter.. ist nicht mehr geniessbar 🙂

  2. Ich vermute damit sind Flashbacks gemeint. Auch nicht besser, aber irgendwie logischer.

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