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Cannabis: Es geht auch ohne Tabak und Rauchen!
Cannabis: Es geht auch ohne Tabak und Rauchen!

Mein Kollege Corny hat einen Text zum Thema „effektiver rauchfreier Cannabis-Konsum“ – was auch ohne Tabak und Nikotin beinhaltet – geschrieben, den er meinem Blog als Gastbeitrag zur Verfügung stellt. Er würde sich über euer Feedback dazu freuen!

Dieser Text soll niemand dazu anregen Cannabis zu konsumieren. Als Safer Use Information soll er allen, die sich für Cannabis entschieden, eine Hilfe sein einige Risiken ihres Konsums zu mindern.

Viele Menschen konsumieren regelmäßig Cannabis, ein Teil davon täglich. Sei es aus medizinischen Gründen, zur Erholung oder psychedelische Entdeckungsreisen. Die am weitesten verbreitete Methode dürfte das rauchen sein, was jedoch nicht nur uneffektiv, sondern auch gesundheitsschädlich ist. Da hier von die medizinischen Konsumenten am meisten betroffen sind, werde ich besonders auf ihre Belange eingehen. Das hier gesagte gilt aber natürlich auch für alle anderen.
Das Rauchen von Cannabis-Produkten ist sicher die einfachste und für unerfahrene Konsumenten effektivste Einnahmemethode, da weder technische Gerätschaften noch besondere Kenntnisse dafür nötig sind. Tabak und Blättchen oder eine Pfeife sind neben einem Feuerzeug völlig ausreichend dazu. Aufgrund der Repression und dem damit verbundenen Mangel an sachlichen Informationen wissen viele auch gar nicht welche Alternativen es gibt. Das Cannabis auch mit der Nahrung eingenommen werden kann mag vielen noch bekannt sein, das Wissen um die Möglichkeit der Aufnahme durch die Mundschleimhäute oder mittels Verdampfungsgeräten ist jedoch nur spärlich verbreitet. Obwohl es gerade im Bereich Vaporizer viele Fortschritte gegeben hat, sind die meisten Modelle – zumindest im unteren Preissegment – nicht wirklich ausgereift. Aber schauen wir uns erst einmal die Grundlagen an:

Damit das Cannabis seine Wirkung entfalten kann müssen die Wirkstoffe (Cannabinoide) aus dem Pflanzenmaterial freigesetzt und zum Aufnahmeorgan geführt werden. Dort werden sie resorbiert und gelangen so in den Blutkreislauf mit dem sie zum Gehirn und anderen Zielgeweben transportiert werden. Dort treten sie in das Gewebe über und gelangen an die entsprechenden Rezeptoren, an denen sie binden und so wirken können. Zu den psychoaktiven Wirkstoffen zählen vor allem das THC und CBD.

Unter Resorption versteht man den Übertritt von Wirkstoffen aus der Nahrung oder der Atemluft durch die verschiedenen Gewebe (Darmschleimhaut, Mundschleimhaut, Lungengewebe) ins Blut. Sie hängt von verschiedenen Faktoren, wie der inneren Oberfläche der Organe und der Kontaktzeit mit ihnen ab. Die wahrgenommene Wirkungsintensität ist aber vor allem von der Anflutungsgeschwindigkeit abhängig, während die aufgenommene Dosis die Dauer der Wirkung bestimmt. Eine kleine Dosis, die in kurzer Zeit aufgenommen wird kann also intensiver wirken, als eine große Dosis die über längere Zeit aufgenommen wird. Daher wirkt eine Wasserpfeife intensiver als ein Joint. Was jedoch auch an der großen Menge Nikotin und Kohlenmonoxid liegt, die dabei auf einmal aufgenommen werden. Die Unterschied durch den Anflutungseffekt kann am ehesten beim pur-Rauchen festgestellt werden.

Als Resorptionsorgane stehen uns die Lunge (Inhalation), der Verdauungstrakt (oral) und die Mundhöhle (buccal / sublingual) zur Verfügung. Andere Konsumformen wie die Injektion (subkutan, intravenös) sind zwar möglich, für den Hausgebrauch jedoch ungeeignet und unter Freizeit-Konsumenten ohnehin nicht verbreitet.

Verdauungstrakt

Obwohl sich der Verdauungstrakt, genauer der Darm als eigentliches Resorptionsorgan des Körpers und mit seinen 200 m² Oberfläche hervorragend zur Aufnahme von Wirkstoffen eignet, beträgt die Bioverfügbarkeit von THC hier nur 5 – 10 %. Dies liegt zum einen an der schlechten Wasserlöslichkeit des THC und zum anderen daran, dass das Blut aus dem Darm zuerst durch die Leber fließt, wo Giftstoffe (oder Arzneistoffe) aus der Nahrung bereits teilweise abgebaut werden (first-pass-Effekt). Ein weiterer Teil der Wirkstoffe könnte eventuell der Magensäure zum Opfer fallen. Die Bioverfügbarkeit kann durch Verwendung fettiger Grundlagen auf 10 – 20 % gesteigert werden. Außerdem unterliegt die Zeit bis zum Wirkungseintritt starken Schwankungen und ist vom Füllungszustand des Magens abhängig. Sie liegt bei nüchternem Magen bei 30 – 60 Minuten und ist damit für den akuten Bedarf ungeeignet. Andererseits können chronische Anwender von der langsamen Aufnahme profitieren, weil sie dann nicht so oft konsumieren müssen. Das Wirkprofil ist dann ähnlich einer Retard-Arzneiform und weist geringere Schwankungen auf (weniger Nebenwirkungen). Ein weiterer Vorteil des oralen Konsums gegenüber dem Rauchen ist, dass keine Hitzeverluste auftreten und auch kein THC durch Aus-atmen verloren geht.

Die orale Aufnahme erfolgt zumeist durch Einnahme cannabishaltige Speisen und Getränke. Hier gibt es bereits eine große Zahl beliebter Rezepte zu Hasch-Keksen, Hasch-Kakao oder Gras-Likör. Prinzipiell können alle Cannabis-Produkte auch direkt konsumiert werden. Da sie sich jedoch schlecht auflösen, ist es besser sie vor der Einnahme bereits in einem Nahrungsmittel zu verteilen. Außerdem lässt der Geschmack sehr zu wünschen übrig. Lediglich frisches und kurz (unter 6 Wochen) getrocknetes Gras sollte vor der Anwendung kurzzeitig erhitzt werden um die Wirkstoffe in die aktive Form zu überführen. Daher eignen sich hier besonders Tee oder Gebäck als Zubereitung.

„Da der Wirkstoff THC nicht in Wasser löslich ist, sollte beim Backen und Kochen mit Cannabis darauf geachtet werden, dass der jeweiligen Zubereitung ein wenig Fett zugesetzt wird, bei einer Teezubereitung beispielsweise etwas Sahne.“ (Ergänzung von Max, Quelle: ACM Magazin 2012)

Die Aufnahme kann verbessert werden, in dem die Cannabinoide bereits vor der Einnahme vom Pflanzenmaterial getrennt werden. Dadurch wird die Freisetzung bereits vorweg genommen. Dazu wird das Material in möglichst hochprozentigem Alkohol eingelegt und nach einigen Tagen abgefiltert werden. Zwischendurch sollte des öfteren geschüttelt werden. Für die Alkoholfreie Variante wird etwas Butter bei geringer Hitze (60 °C) verflüssigt und das Gras darin einige Minuten umgerührt. Nach dem Abfiltern (z.B. durch einen Teefilter) kann die Butter sofort verarbeitet oder in Formen gefüllt und erstarrt gut im Kühlschrank aufbewahrt werden. Durch das Lösen in Alkohol liegen die Wirkstoffe bereits fein verteilt vor und müssen nicht erst durch die Verdauungstätigkeit herausgelöst werden. Die Verwendung von Fett verbessert zusätzlich die Aufnahme der Cannabinoide, weil sie dann zusammen mit den Fetten aufgenommen werden und mit ihnen teilweise sogar den first-pass-Effekt umgehen. Grundsätzlich sollte für eine gleich bleibende und somit einschätzbare Wirkung Cannabis immer unter den selben Bedingungen oral konsumiert werden.

Atemtrakt

Die Lunge ist zwar für die Aufnahme und Abgabe von gasförmigen Stoffen vorgesehen, kann jedoch auch viele andere Stoffe aufnehmen. Aufgrund ihrer großen Oberfläche von immer noch 90 m² ist sie dafür auch gut geeignet, so daß trotz der kurzen Kontaktzeit bis zu 60 % des THC aus dem Qualm/Dampf in den Kreislauf gelangen können. technisch gesehen arbeiten alle Konsumformen zur Inhalation gleich: Luft wird durch eine Wärmequelle aufgewärmt und durchströmt danach das Pflanzenmaterial, das sich in einer Haltevorrichtung befindet und somit zurückgehalten wird. Das THC verdampft dabei und wird mit dem Luftstrom in die Atemwege befördert. Hier setzt sich ein Teil des Qualms mit den Wirkstoffen als Kondensat ab. Eine Resorption findet jedoch nur im untersten Teil der Lunge – den Alveolen – statt, wo die Wirkstoffe durch eine sehr dünne Membran direkt in das Blut übertreten können. Die tatsächliche Aufnahme ist jedoch stark von der verwendeten Methode und der Atemtechnik abhängig und unterliegt starken Schwankungen. Beim Rauchen sind es im Mittel 15 – 25 % – unabhängig davon ob Joints oder Pfeifen genutzt werden. Die prozentuale Aufnahme kann allerdings durch wiederholtes Inhalieren erhöht werden, weil sonst der Qualm bei einatmen immer mit dem in der Lunge verbleibenden Luftvolumen (Residualvolumen) verdünnt wird. Da die Wirkstoffe direkt ins Blut übertreten unterliegen sie keinem first-pass-Effekt und die Wirkung setzt schnell und direkt ein. Sie beginnt hier bereits nach 5 – 10 Minuten.

Bei den Rauchtechniken wird die Wärme durch Verbrennung des Cannabis selbst erzeugt, wodurch nicht nur das Cannabis und ein Teil der Wirkstoffe zerstört werden (ca. 30 %), sondern auch noch die Abgase der Verbrennung mit in den Luftstrom und somit in die Atemwege und den Mund-/Rachenraum gelangen. Der Qualm enthält beachtliche Mengen an Blausäure, Formaldehyd und Kohlenmonoxid, während sich im Kondensat polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoff und andere Teere finden. Die Teere gelten als krebserregend. Außerdem sollte das Nikotin mit seiner Schädlichkeit für das Herz-Kreislaufsystem nicht übersehen werden. Die Belastung mit diesen Stoffen zieht erhebliche gesundheitliche Risiken nach sich.

  •     Infektanfälligkeit für Atemwegserkrankungen
  •     erhöhtes Krebsrisiko
  •     Belastung des Herz-Kreislauf-Systems

Dies alles läßt sich durch den Einsatz einer Wärmequelle, die entweder keine Abgase erzeugt oder deren Abgase nicht in den Luftstrom gelangen vermindern.

Vaporizer können nach dem Heizprinzip und dem Verdampfungsprinzip unterschieden werden. Bei den meisten Vaporizern wird die Wärme mittels elektrisch betriebener Heizelemente oder Wärmeleitelementen, die klassisch mit einem Feuerzeug erwärmt werden erzeugt. Bei einigen neueren Modellen wird auch Feuerzeug-Gas verwendet, das aber nicht verbrannt sondern katalytisch oxidiert wird und somit nur Wasser und Kohlendioxid als Abgase entstehen die jedoch nicht in den Atemstrom gelangen. Sie sind zumindest im Außeneinsatz etwas flexibler als ihre Akku-Betriebenen Konkurrenten, da Gas leicht nachgefüllt werden kann. Die Verdampfung geschieht entweder durch direkten Kontakt mit dem Heizelement oder in dem Luft durch ein Heizelement erwärmt wird und danach die Pflanzenteile durchströmt. Bei der direkten Beheizung besteht mitunter die Gefahr der Überhitzung, wodurch Verkohlungsprodukte entstehen können. Bei einigen Modellen werden die Dämpfe in ein Vorratsbehältnis geblasen, aus dem sie nach abkühlen inhaliert werden können. Bei vielen Direkt-Verdampfern wird die Luft durch Kühlelemente oder Wasserfilter geleitet um die Verträglichkeit für die Lunge zu erhöhen. Weiterhin gibt es Entwicklungen, die wie ein Feuerzeug-Ersatz auf eine normale Wasserpfeife aufgesteckt werden. Neben den kommerziellen Produkten gibt es zahlreiche Anleitungen für Selbstbau-Modelle. Die Heißluftpistolen-Varianten sind hier noch am geeignetsten und günstig.

Beim Vaporizer ist aufgrund der technischen Realisierung nur eine geringe Wirkstoff-Konzentration erreichbar, da der Dampf jedoch keine Schadstoffe enthält, kann die Kontaktzeit stark verlängert werden.

Bei der direkt-Verdampfung werden einfach nicht ausreichend hohe Konzentrationen erreicht um in kurzer Zeit einen deutlichen Effekt zu erzielen. Zumindest nicht beim erhöhten Bedarf von Dauerkonsumenten. Außerdem ist es besser eine bestimmt Menge auf einmal vollständig zu verdampfen, als eine große Menge nach und nach, weil man damit einen Überblick über die aufgenommene Menge behält. Allerdings muss jede Konsument die für ihn geeignetste Methode finden. Für Gelegenheitskonsumenten kann ein Direkt-Verdampfer durchaus ausreichend sein.

Es gibt jedoch einige Möglichkeiten die Dampf-Dichte und damit die THC-Konzentration zu erhöhen. Zum einen kann schlicht die Temperatur erhöht werden, wodurch einerseits die Wirkstoffe einfach schneller verdampfen, andererseits jedoch die Luft beim Abkühlen stärker komprimiert, wodurch eine zusätzliche Aufkonzentrierung erreicht wird. Zum anderen kann die Menge verwendeten Materials erhöht werden, wodurch mehr Wirkstoff auf einmal freigesetzt wird, allerdings auch ein höherer Anteil nicht gleich verdampft. Weiterhin ist es günstig das Volumen des Beutels auf die verwendete Materialmenge abzustimmen um Leerlaufzeiten (Aufwärmphase, Nachlauf) zu minimieren. Mit keiner anderen Methode ist es möglich so schonend, in so kurzer Zeit eine so große Dosis aufzunehmen. Im Prinzip ist es möglich damit beliebig große Mengen in kurzer Zeit zu konsumieren. Natürlich kann die medizinische Aufnahme von THC mittels eines Verdampfungsgerätes nicht das Flair von qualmenden Joints und blubbernden Bongs ersetzen. Dies sollte man sich im Hinblick auf die hohen Anschaffungskosten für einen Vaporizer gut überlegen.

Anleitung Vaporizer effektiv nutzen

Der Vorteil beim Vaporizer ist, dass der Dampf ruhig eine Weile auf die Lunge einwirken und sich absetzen kann, da er ja keine schädlichen Verbrennungsprodukte mehr enthält. Deswegen sollte beim Vaporizer eine vollkommen andere Rauchtechnik, wie z.B. bei der Wasserpfeife angewendet werden. Es muss nicht so viel wie möglich auf einmal eingeatmet werden, viel mehr sollte man möglichst ruhig und langsam dafür kontinuierlich den Dampf einatmen. Es ist dabei auch nicht nötig zwischendurch „Luft“ zu holen, da der Dampf ausreichend Sauerstoff enthält, zumal ja auch keine Verbrennung stattgefunden hat. Am besten eignen sich hierfür Methoden, bei denen ein Beutel, Ballon oder anderer Zwischenspeicher befüllt werden.
Der gefüllt Ballon wird an den Mund gesetzt und dann langsam durch den Mund ein- und durch die Nase ausgeatmet. Es ist nicht nötig die Luft lange anzuhalten, jedoch ist es gut dem natürlichen Atemrhythmus folgend ein bis zwei Sekunden zwischen ein- und ausatmen verstreichen zu lassen. Nach einigen Atemzügen ist auch das Residualvolumen vollständig mit Dämpfen gefüllt und die Resorptionsrate erreicht ihren Höhepunkt. Jetzt sollte aber nicht abgesetzt, sondern ruhig und langsam weiter geatmet werden, damit sich so viel THC wie möglich in den Alveolen absetzen kann. Es kann natürlich auch durch den Mund ausgeatmet werden, jedoch ist dies etwas umständlicher. Ein ausatmen in den Beutel muss aber aus Hygienegründen unbedingt vermieden werden. Außerdem sollte der Beutel regelmäßig (4 Wochen) gewechselt werden, damit es nicht zu Besiedlungen auf dem Kondensat Kommt. Diese Atemtechnik kann und sollte auch mit jedem anderen Vaporizer verwendet werden.

Vorteile / Nachteile Vaporizer

Die Nutzung eines Vaporizers bringt vor allem für Vielkonsumenten einige Vorteile mit sich, aber auch Gelegenheitskonsumenten können davon profitieren. In erster Linie stehen die gesundheitlichen Vorteile, da bei der Nutzung eines Vaporizers keine schädlichen Verbrennungsprodukte entstehen und auch kein Nikotin mehr aufgenommen wird. Der Verzicht auf Tabak und Papers als Brennhilfe, hat neben gesundheitlichen auch finanzielle Vorteile. Am meisten fällt hier ins Gewicht, dass keine Wirkstoffe durch zu hohe Hitzeeinwirkung zerstört werden, sondern das Material so lange genutzt werden kann, bis alle Wirkstoffe verdampft wurden. Die Möglichkeit der forcierten Atemtechnik erhöht die Ausnutzung der vorhandenen Wirkstoffe noch zusätzlich. Für medizinische Anwender dürfte vor allem die Möglichkeit der Aufnahme großer Dosen in kurzer Zeit sein, ohne die Gesundheit zu sehr zu belasten. Im Dauergebrauch bringt der Vaporizer auch ein besser kontrollierbares und weniger krampfhaftes Konsumverhalten mit sich, so dass der Suchtfaktor vermindert wird. Auch ist die Wirkung wesentlich klarer und nicht durch Nikotin oder Kohlenmonoxid verfälscht.

Je nach Methode und Modell bedeutet ein Vaporizer allerdings erhebliche Anschaffungskosten bis zu mehreren hundert Euro. Sie sind mitunter recht Laut und die elektrischen Varianten benötigen oft eine dauerhafte Stromversorgung und sind damit schlecht für unterwegs geeignet. Die transportablen Modelle haben immer noch unzureichende Kapazitäten. Allgemein sind viele, vor allem billige Vaporizer nicht geeignet die Wirkstoffe gleichmäßig und schonen zu verdampfen. Besonders ungeregelte Direkt-Verdampfer überhitzen leicht und erzeugen dann doch noch Verkohlungsprodukte.

Obwohl keine Verbrennungsprodukte entstehen bringt die Inhalation der THC-Dämpfe doch eine gewisse Reizung der Atemwege mit sich, was besonders auf die ätherischen Öle zurückzuführen ist, die ja nicht mehr verbrannt werden. Aber auch die Cannabionoide selber führen zu einer Reizung. Besonders bei unzureichender Kühlung der Dämpfe kann es bei häufigem Konsum zu Halsschmerzen und Heiserkeit kommen.

Da keine ätherischen Öle verbrannt werden und diese sich auch nur wenig in der Lunge absetzen, kommt es zu einer starken Geruchsentwicklung. Die gesamten ätherischen Öle, die oft schon zu einem stark wahrnehmbaren Geruch führen wenn sie nur langsam vor sich hin dampfen, werden mit einmal in die Luft freigesetzt. Dies sollte in Hinblick auf das Entdeckungsrisiko durch Nachbarn und andere bedacht werden.

Mundhöhle

Eine weitere Möglichkeit bietet die Aufnahme durch die Schleimhäute der Mundhöhle, genauer in den Wangentaschen („buccal“) und unter der Zunge („sublingual“) durch durch Einsprühen von THC-haltigem Spray bzw. lutschen THC-haltiger Bonbons. Hier haben wir ebenfalls den Vorteil des direkten Übertritts der Wirkstoffe ins Blut unter Umgehung der Leber. Aufgrund ihrer geringen Oberfläche von nur 0,2 m² ist die Resorptionskapazität jedoch gering und Überschüssige Wirkstoffe werden schnell mit dem Speichel ausgespült. Diese gehen jedoch nicht verloren, wie bei der Inhalation, sondern gelangen in den Verdauungstrakt und werden dort durch den Darm aufgenommen. Beim Rauchen wird übrigens auch ein gewisser Anteil auch durch die Mundschleimhäute aufgenommen – besonders wenn auf Backe geraucht wird. Hitzeverluste treten ebenfalls nicht auf.

Grundsätzlich halte ich diese Konsumform für weniger geeignet, aber da es eine offiziell zugelassene Arzneiform ist und für den ein oder anderen interessant sein mag, werde ich kurz darauf eingehen.

Unter einigen Konsumenten ist das Kauen der (kleineren, harzigen) Stengel beliebt. Dadurch wird in der Tat eine recht effektive sublinguale Aufnahme erzielt, weil sich aufgrund der nur geringen Wasserlöslichkeit der Wirkstoffe die klebrigen Harze nur langsam von den Stengeln ablösen. Allerdings können damit keine hohen Dosierungen erzielt werden.

Spray

Die Herstellung des Sativex-Sprays ist recht einfach. Man nehme vollständig eingedampften Cannabis-Extrakt („Hasch-Öl“) und löse ihn unter erwärmen in reinem Trinkspiritus auf. Zum Schluß kommen etwas Menthol oder einfach Pfefferminzöl und das Propylenglyol (Verdickungsmittel) hinzu. Die fertige Lösung wird zur besseren Anwendbarkeit in eine gut gereinigte Nasenspray-Flasche aus Glas umgefüllt.

Zusammensetzung Sativex (1 Sprühstoß)
Cannabis-Extrakt (THC-Chemotyp) 3,8 – 4,4 mg
entspricht THC 2,7 mg
Cannabis-Extrakt CBD-Chemotyp) 3,5 – 4,4 mg
entspricht CBD 2,5 mg
Ethanol 40 mg
Menthol 2 mg oder
Pfefferminzöl 2 mg
Propylenglycol unbekannt

Das Propylenglycol wird wahrscheinlich zur Erhöhung der Viskosität und / oder der Resorptionsförderung zugesetzt. Es kann prinzipiell auch durch Glyercol ersetzt. Werden. Ein Zusatz von 10 % sollte angemessen sein.

Das Spray wird dann einfach unter die Zunge oder in die Wangentaschen gesprüht. Dabei ist es günstig die Applikationsstelle ständig zu wechseln und nach der Anwendung 15 Minuten nichts zu essen oder zu trinken. Am besten auch nicht davor. Durch den hohen Alkohol-Anteil kann es allerdings zu einem unangenehmen Brennen kommen. Die Lösung sollte trotzdem so lange wie möglich nicht herunter geschluckt, sondern im Mundraum verteilt werden.

Bonbons

Da die Mundhöhle jedoch eine geringe Oberfläche und damit Aufnahmekapazität hat, wäre es besser langsam-freisetzende Substrate wie Bonbons zu verwenden um die Kontaktzeit entsprechend zu verlängern. Wenn nicht der gesamte Wirkstoff auf einmal freigesetzt wird, wir auch nicht so viel ausgespült und der Anteil der durch die Schleimhäute aufgenommen werden kann wird größer. Für den Dauerkonsum bei medizinischen Bedarf mag dies ganz interessant sein.
Da Bonbons bei der Herstellung nicht allzu stark erhitzt werden, kann die Herstellung nach verbreiteten Bonbon-Rezepten erfolgen. Schwieriger ist es hingegen eine gute Verteilung der Wirkstoffe zu erreichen, die Voraussetzung für das Funktionieren dieses Prinzips ist. Neben Zucker wären auch andere Trägermaterialien wie Schokolade oder Lakritze denkbar. Hauptsache sie lösen sich nicht zu schnell auf.

Es gibt also durchaus schonende Alternativen zum Rauchen von Cannabis. Die Umstellung gestaltet sich gerade für Dauerkonsumenten jedoch schwierig, da Verbrennungsprodukte ebenfalls Einfluss auf die Wirkung haben. Für Gelegenheitskonsumenten ist es da schon einfacher, da sie es weniger auf den Anflutungseffekt abgesehen haben. Allerdings ist die Frage, ob sich für unregelmäßigen Konsum die Anschaffung eines mitunter sehr teuren Vaporizers lohnt. Wer aber erst mal die für ihn geeignete Methode gefunden hat wird schnell davon überzeugt sein. Und gerade medizinische Anwender mit hohem Bedarf können von den Vorteilen profitieren.

36 Gedanken zu „Gastbeitrag: effektiver rauchfreier Cannabis-Konsum

  1. Cooler Gastbeitrag! Für Leute die sich nicht in der Materie auskennnen, aber trotzdem Interesse haben, sicher sehr hilfreich! Alles sehr schön wissenschaftlich erklärt! Danke!

  2. füg doch mal noch lecithol hinzu 😉 nein, ist keine werbung, sativex is ja außerdem eh schon da…

  3. Solange Du nicht von Lecithin sprichst klingt es durchaus nach Werbung. Denn Lecithin tut es genauso 🙂

  4. Hallo Maximilian,
    ein sehr interessanter und aufschlußreicher Artikel!

    Ich beschäftige mich,, bedingt durch meine Krankheit (MS seit 32Jahren) schon länger Zeit mit dem Thema.
    Hatte bis jetzt aber noch nicht den Mut es „so richtig“ zu probieren.
    Kürzlich habe ich, auch im Internet, den Artikel eines MS´lers gelesen. Dieser löst das Canabis in Alkohol und nimmt es dann
    2x tgl. 2,5mg als Tropfen ein. Er schreibt von einer signivikate Verbesserung, vor allem der Gangfähigkeit!
    Da ich natürlich nachh (fast) jedem Strohhalm greife, wobei es sich hier ja auch um kein Pharmaprodukt handelt hätte ich ein paar Fragen an Dich.

    Kannst Du mir sagen wie genau diese Lösung für Tropfen hergestellt wird?
    Ich würde das unwahrscheinlich gerne ausprobieren!
    No risk no fun

    Vielen Dank und einen schönen Tag
    Christine

  5. Hey Maximilian interessanter Artikel. Ich habe seit 2 Jahren Probleme mit dem Herzen und wollte fragen welche der rauchfreien Alternativen wohl am schonendsten fürs Herz ist?

    Vielen Dank schon im voraus. Lg

  6. Ich nehme Marihuana in Form von in Wasser zu Brei aufgelösten Kniebel auf.
    Nur etwas Zucker und einen Teebeutel in etwa 40 ML Wasser. Die gewünschte Menge
    Marihuanabrocken ganz in die Tasse und dann das ganze weniger als 20 Sekunden in
    die Mikrowelle. Das Hasch schwimmt jetzt als dünner Brei auf dem Tee. Ein wenig ab-
    kühlen lassen, dann schluck die Plörre einfach runter( deshalb nur wenig Wasser, weil
    lecker is bei Mutti)
    Das Zeug ist jetzt in dir. Mehr brauchts ja auch nicht, nur etwas Geduld.
    Ich finde es angenehmer als krebserzeugendes Rauchen, es ist reiner in seiner Wirkung. Eindeutig ist es besser davor gegessen zu haben, weil ansonsten viel der
    Wirkstoffe einfach verpuffen.
    Nach lesen des guten Artikels einfach noch etwas Sahne getrunken, um Fett anzureichern. So, ich glaub es wirkt langsam, tschüss.

  7. Wollt mal fragen wie man thc am schnellsten wiedkker aus der Umlaufbahn kkbekommt ihr wisst schon

  8. Kenn nur den alten Trick mit dem zitronenTee
    weiss allerdings nicht die dosierung

  9. Sehr guter Artikel! Vielen Dank dafür!
    Es wird allerdings leider nur die Resorption von THC besprochen.
    Gilt das geschriebene genauso für das CBD, oder gelten hier andere Regeln?
    Gruß Ulli

  10. Wenn man Cannabis mit einem Vaporizer konsumiert, ist es 100%ig sicher, dass keine Blausäure freigesetzt wird? Mein Sohn hat eine Augenkrankheit (er sieht nur noch ca. 3%!) und es darf unter keinen Umständen Blausäure die Augensehnerven belasten. Kann mir jemand diese Frage beantworten? LG Mischa

  11. Mein Sohn hat eine Augenkrankheit (ca 97% Augensicht verloren) und gemäss den Doktores darf unter keinen Umständen Blausäure die Augensehnerven belasten! Frage: Wenn man Cannabis mit einem Vaporizer konsumiert, wird Blausäure freigesetzt oder entsteht tatsächlich keine Blausäure? LG Mischa

  12. @gutzi: klar könnte man es auch injizieren, aber die Extraktion der Wirkstoffe mit erforderlichem Reinheitsgrad gelingt zu Hause nur den wenigsten.

    @Beitrag

    Butter kann man auch mit Wasser kochen. Gras fein mahlen (wie viel man auch reingeben will, können 5g sein, aber genauso gut auch 25g), 250g Butter und 1l Wasser (Butter zu Wasser = 1 / 4) in einem großen Kochtopf erhitzen. Da gibt es auch zwei Möglichkeiten: langsam bei um die 100°C köcheln lassen, dauert mehrere Stunden, oder kurz bei hoher Temperatur stark kochen lassen, das dauert etwa 0,5 – 1,5 Stunden. Vergesst außerdem nicht, dass Wasser verdampft, ihr müsst immer wieder rechtzeitig nachfüllen. Hat die Suppe lange genug gekocht, seiht man sie mittels Sieb oder Küchentuch ab und lässt die übrige Suppe im Kühlschrank abkühlen, bis sich die Butter herausnehmen lässt. Die kann man nun trocknen lassen oder man tupft sie vorsichtig mit einem Tuch ab, um das anhaftende Wasser zu beseitigen.

    Das übrige ausgekochte Gras kann man nun entweder nochmal eine halbe Stunde in Wasser kochen lassen, wieder abseihen und abkühlen lassen, um möglichst viel Butter zu lösen, oder man verwendet es direkt zum Beispiel als Aufstrich. Einfach etwas Salz und Pfeffer nach belieben beimengen, eventuell noch andere Gewürze, und aufs Brot schmieren.

    Ich finde dieses Vorgehen vorteilhafter, da so weniger Butter im Grasmatsch bleibt. Natürlich kann man auch ohne Wasser kochen und das abgeseihte Gras ebenfalls als Aufstrich verwenden, aber man bekommt im Endeffekt weniger Butter.

    Was ich noch dazu sagen muss ist, dass man sich nicht einig ist, ob man nun kurz und unter hohen Temperaturen kochen soll, oder eher lang und bei niedrigen Temperaturen. Meiner Meinung nach können selbst bei hohen Temperaturen kaum Wirkstoffe verloren gehen, da THC und andere Wirkstoffe erst bei ~185°C verdampfen. Hier noch Zitate mit Quelle:

    „…die ideale Temperatur um eine breite Palette psychoaktiver Verbindungen zu extrahieren beträgt 185°C. Der optimale Temperaturbereich für Cannabis liegt zwischen 180-210°C.“

    –> http://www.zamnesia.de/content/284-verdampfer-temperaturen-fur-cannabis

    „Bei einer Temperatur von rund 190 Grad Celsius (375 Grad Fahrenheit) verwandelt sich das in den Harzdrüsen enthaltene ätherische Öl (eine Mischung aus THC und anderen Cannabinoiden) in Dampf.“

    –> http://hashmuseum.com/de/verdampfen-von-cannabis

    Bei welchen Temperaturen ihr kocht bleibt euch überlassen, ich habe jedenfalls auch mit hohen Temperaturen gekocht, und gute Ergebnisse erzielt. An die erforderlichen Temperaturen, um die Wirkstoffe verdampfen zu lassen, kommt man mit einem normalen Herd und ohne Druckkochtopf eh nicht (verwendet bloß keinen Druckkochtopf!).

    Gutes gelingen!

  13. Dass beim austhmen beim Vapo kein THC verloren geht ist leider nicht korrekt. Es geht etwa 35% verloren.

    Quelle: Hazekamp Arno u.a.: Evaluation of a Vaporizing Device, Journal of Pharm. Science, Vol. 95, Nr.6, Juni 2006, S.1308-1317.

  14. Dude, wenn ich meinen Vapo (Aromed) nach deiner Anleitung dampfe, bin ich schwerstens überdosiert. Ich schlage vor man tastet sich viel viel langsamer an vaporisieren heran. Überhaupt Anfänger

    Ich als Lungenkranker kann euch das vaporisieren von Cannabis nur ans Herz legen!

  15. „…die ideale Temperatur um eine breite Palette psychoaktiver Verbindungen zu extrahieren beträgt 185°C. Der optimale Temperaturbereich für Cannabis liegt zwischen 180-210°C.“

    –> http://www.zamnesia.de/content/284-verdampfer-temperaturen-fur-cannabis

    „Bei einer Temperatur von rund 190 Grad Celsius (375 Grad Fahrenheit) verwandelt sich das in den Harzdrüsen enthaltene ätherische Öl (eine Mischung aus THC und anderen Cannabinoiden) in Dampf.“

  16. Vielen lieben Dank!
    Endlich mal eine Person die sich vernünftig mit dem Thema auseinandergesetzt hat und Mitmenschen helfen will auf ihre Gesundheit sowie auf den Umgang mit dem Naturprodukt hinzuweisen.
    Bin ehrlich sehr dankbar für diesen Beitrag, da ich durch ein Pneumothorax und Lungenblähungen lernen musste umzudenken und realisiert habe, in welchem Maße man seine Gesundheit schädigt durch täglichen Dauerkonsum in Form von Rauch. Außerdem gibt es im Internet keine konkreten und nützlichen Beiträge, weil wie der Autor schon gesagt hatte die Repression in der Gesellschaft einfach eine vernünftige Auseinandersetzung mit diesem Thema verhindert.
    Durch diesen Beitrag konnte ich mich endlich nach gefühlten Millionen gelesenen Texten ein genaueres Bild über die Einnahmemöglichkeiten machen und deren Konsequenzen oder Auswirkungen.
    Nochmals.. VIELEN DANK!!!

  17. Sehr Hilfreicher Beitrag! Besonders der Tipp, lieber doch einen Vaporizer für das Konsumieren zu verwenden! Jedoch finde ich es nicht richtig zu behaupten, dass mobile Vaporizer (Geräte für unterwegs) nicht ausreichend Kapazität besitzen..
    Hier habt Ihr einen Ausführlichen Beitrag über Vaporizer, beidem man sich ein besseres Bild über die schönen Dinger machen kann:

    http://portable-vaporizer.eu/2016/03/31/vaporisator/

    Ansonsten Fand ich das ganze wirklich sehr Interessant und gut geschrieben! Keep going.

  18. Hallo, klingt zwar vielleichr etwas gewöhnungsbedürftig, aber man kann das auch gut als Zäpfchen verwenden. Einfach in warmen Kokosfett lösen, in Zäpfchenform gießen und erkalten lassen. Kann man gut im Kühlschrank aufbewahren und komfortabel anwenden ohne rauchen oder schlucken… Wird vom Darm ohne Probleme aufgenommen.

  19. Habe eben den Bericht von Andi v 22.2.2014 gelesen. Frage: als Anfänger, wieviel nehme ich da?
    Habe sehr starke Nerven Schmerzen.
    Ich würde mich über eine Rückmeldung freuen
    Lillyfee

  20. Habe eben den Bericht von Andi v 22.2.2014 gelesen. Frage: als Anfänger, wieviel nehme ich da?
    Habe sehr starke Nerven Schmerzen.
    Ich würde mich über eine Rückmeldung freuen
    Lillyfee
    Ich habe noch nie über dieses Thema geschrieben

  21. Habe eben den Bericht von Andi v 22.2.2014 gelesen. Frage: als Anfänger, wieviel nehme ich da?
    Habe sehr starke Nerven Schmerzen.
    Ich würde mich über eine Rückmeldung freuen
    Lillyfee
    Ich habe noch nie über dieses Thema geschrieben

  22. Ist es mit dem Vapo echt so sicher zu konsumieren ? Hatte vor kurzem einen Spontanpneumothorax und habe echt starke bedenken einfach so weiter zu Rauchen.
    Wäre echt super wenn ich ne schnelle Rückmeldung kriege, würde mir dann direkt nen vapo holen.

  23. man liest nur canabis stellt doch her keiner schreibt wie ohne dreck rein zu machen

  24. und woher bekommt man die zutaten die es wirklich brauchen bekommen keine antwort nur scheisse wird hier geschrieben aber echt

  25. boah wicki, schreib nie wieder etwas! Du bist zu bescheuert zum lesen und zum schreiben!
    Butter und Wasser sind dreck aha….
    Hier geht es um THC Extraktion (extrahieren) was willst du mit „Cannabis herstellen“ ausdrücken?

    Wenn ein Supercomputer dein IQ bestimmen soll, will er daraufhin Geld haben und danach kündigen…

  26. Viele Angaben sind schlicht falsch und nicht ausreichend belegt. Als Safer use guide eignet sich dieser Beitrag nicht wirklich. Z.b. die Wirkung von Cannabis schlägt innerhalb von Sekunden ein, wenn ich meine Wasserpfeife Rauch. 5-10 Minuten… Nicht mal ein Joint braucht diese Zeit zum anfluten!
    Positiv finde ich jedoch den Überblick über die gesamte Materie, im großen und ganzen ist für alle was dabei. Krankheiten müssen in den Vordergrund gestellt werden: ein nicht kleiner Teil der Konsumenten nimmt es aus medizinischen Gründen, viele „Süchtige“ versuchen sich in Wirklichkeit nur selber angemessen zu versorgen, wenns sonst auch keiner tut!
    Es ist bemitleidenswert wie wir mit Kranken umgehen. Noch nichtmal heute kann ich guten Gewissens meine e Mail hier angeben oder meinen gewohnten User Namen. Wie traurig ist denn das? Wir leben im Jahr 2016 mit hundert Jahre alten Gesetzen die Anwendung finden als wären sie heute unumgänglich oder in irgendeiner Form notwendig. Medizin=Gift=Droge. Die Dosis und der Zweck machen die Bezeichnung. Bemerkenswert ist auch die Tatsache das in den wenigsten Kulturkreisen Drogen als etwas natürlich negatives, etwas teuflisches betrachtet werden. Oftmals wird damit versucht ‚zu den Wurzeln zu reisen‘ oder mit den Ahnen in Kontakt zu treten. Sie haben weniger Probleme mit Drogen als Gesellschaften die repressive Handlungen gegen Konsumenten setzten. Ein Umdenken ist erforderlich. Wenn wir als Gesellschaft überleben wollen müssen wir akzeptieren das schwerst abhängige allenfalls Hilfe benötigen und nicht ins Gefängnis dürfen. Der 16Jährige Kiffer oder SchwammerlUser braucht Unterstützung und Begleitung, kein Gerichtsverfahren, dass sinnlos viel Geld und Ressourcen verschlingt. Ressourcen die besser für richtige Verbrechen und deren Verwaltung aufgewendet werden sollte. Verbrechen wie Raub und Gewalt Delikte, schwere Diebstähle. Viele kleine Straftaten und auch ein Beträchtlicher Teil krimineller Handlungen, gesetzt aus Not geschaffen durch Verwahrlosung aus Ausgrenzung, Abwertung und des bekämpft werden, werden durch ihr Wegfallen die Gerichte und die Justiz, im ganzen uns alle, entlasten. In fast jedem Land ist ein KFZ Führerschein Standard, mit Drogen, die weitaus älter sind, werden sie alleine gelassen. Doch wieviele verdienen ihr Geld mit Medikamenten, Zigaretten, Alkohol und Kaffee? Wieviele ähnlich gefährliche Stoffe haben wir alle in unserem Chemie-Kasterl? Benutzen Benzin, schwere Maschinen, Waffen und Sprengstoff unter Umständen täglich im Beruf oder, und das ist Bemerkenswert, im Hobby?
    Mit all diesen Themen haben wir einen angemessenen Umgang gefunden, für einiges sind gewisse Materialien und Gerätschaften geeignet, für anderes nicht. Aber nichts ist gänzlich ungeeignet für den Verkehr.
    Wir müssen unsere Politik des Schreckens den Drogen gegenüber Aufgeben. Ein angemessener Umgang ist zu Fordern und Repressalien gegen Konsumenten und Kranke sind einzustellen. Gefängnise in Krankenhäuser! Schaut euch die Rate an Süchtigen im Gefängnis an. Wieviele sinnlose Drogen vergehen wurden hier verhandelt? Die Kosten? Hoch. Die Leute brauchen Hilfe! Eure Politik hat sie dorthin getrieben. Klar kann der Dealer in der Gasse 30€ für 0,2gramm Pulver Nehmen, ist ja kein geregelter Markt. Und dann lässt er sich das Risiko fürstlich bezahlen. Klar. Würde der Staat das Monopol haben und kontrolliert abgeben, könnte er eine extreme Gefahren Steuer erheben, doch es wäre nicht annähernd so teuer. Und sauber. ‚GesundGestreckt‘ damit sicher konsumiert werden kann, nicht mit gekochter Kuh-Scheisse zur Profit Maximierung.
    Bitte macht die Augen auf, baut Druck auf eure Gesellschaft auf. Nehmt Drogen Banden die Kraft, nehmt der AlltagsKrimminalität einen guten Teil der Substanz weg. Schützt eure Kinder, schafft Harmonie in eurer Gesellschaft. Tauscht die Waffen mit Schaufeln.
    Vergesst euren Gram.
    Werdet glücklich.
    Für euch selbst.

  27. Super Beitrag! Die starke Geruchsentwicklung kann ich allerdings nicht bestätigen, es ist bei mir das genaue Gegenteil. Es riecht zwar sehr intensiv, dem stimme ich zu, jedoch auch sehr klar, rein und frisch. Dieser Duft verflüchtet sich recht schnell wieder.
    Aber nochmal vielen vielen Dank, hat Freude gemacht, das zu lesen.

  28. Der Gastbeitrag von Herrn Plenert und die Kommentare haben mich dazu bewogen eine Theorie auszudenken:
    Ist es möglich THC in Öl zu Destilieren,weil Öl kann man auf 180 bis 210 Grad Erhitzen? Wenn THC bei 185 Grad Verdampf kann man es in einer Destille am besten verflüssigen. So wie beim Brennen von Alkohol.

  29. „Viele Angaben sind schlicht falsch und nicht ausreichend belegt.“

    Welche sollen das genau sein? Bitte keine unbegründeten Rundumschläge verteilen.

    „Z.b. die Wirkung von Cannabis schlägt innerhalb von Sekunden ein, wenn ich meine Wasserpfeife Rauch. 5-10 Minuten… Nicht mal ein Joint braucht diese Zeit zum anfluten!“

    Das ist ein weit verbreiteter Irrtum. Der Initiale Rausch entsteht u.a. durch die Wirkung von Nikotin und Kohlenmonoxyd und durch die Konditionierung auf bzw. Erwartung einer Wirkung (pawlowscher Reflex). Das kann man leicht überprüfen, wenn man mal ohne Tabak raucht bzw, einen Vaporizer verwendet. Selbst bei einer Injektion dauert es mehrere Minuten bis die Wirkung einsetzt.

  30. Cannabutter für Edibles quick & dirty:

    Bialetti Edelstahl- (nicht Alu!) espressokocher unten mit nichtgesalzener Butter füllen, „Kaffeefach“ mit gemahlenen Kräutern locker befüllen und anschließend kochen.

    Nach dem Abgießen in ein Gefäß einige Zeit warten, dann die untere („Wasser-„) Schicht per Spritze absaugen. Cannabutter aushärten lassen und beliebig verwenden.

  31. Der Freund eines Freundes hat berichtet, er habe sich mittlerweile an den Vaporizer gewohnt 😉

    – Klarerer Rausch (vor allem Kopf)
    – Cannabis mit Tabak „fährt“ sehr schnell ein“ – Ohne Tabak ist der Rauschbeginn langsamer. Fühlt sich auch „flacher“ an. Weil der „Tabak-Kick“ fehlt. (Deswegen werden sich Tabakraucher am Anfang vermutlich etwas schwer(er) tunsich umzugewöhnen.
    – Weniger rumgehuste. Geht weniger auf Lunge (und Herz?)
    – Puls bleibt unten (Nikotin jagt den Puls rauf) / weniger Kreislaufbelastend.
    – Weniger Konsumverlangen (vor allem weil der Suchtstoff Nikotin fehlt)
    – Weniger Paranoia und Angszustände
    – Gedanklich bleibt man eher an einem bestimmten Gedanke den man hat „hängen“. Nicht mehr dieses 10.000 Gedanken gleichzeitig im Kopf… = bessere Konzentration auf eine bestimmte Sache.
    – Bessere Distanz zu den Gedanken die man hat. Hilfreich vor allem dann wenn man doch mal in „komische Gedanken“ abdriftet.

    Wäre das schön wenn man das mal mit seinem Arzt besprechen könnte ohne das so ein Weißkittel gleich aus allen Wolken fällt. Meine Erfahrungen waren bis dato sehr negativ. Weil die meiste Ärzte schlicht keine Ahnung haben. Und zwar nicht die Geringste 🙁

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